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Wegen Comeys Rauswurf : Justizministerium soll Trumps Amtsenthebung diskutiert haben

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Der ehemalige stellvertretende FBI-Direktor Andrew McCabe sagt, er habe die Untersuchung der Justiz gegen Trump angeordnet. Bild: AP

Der ehemalige stellvertretende FBI-Direktor Andrew McCabe äußert sich öffentlich zu den turbulenten Entwicklungen nach Comeys Entlassung. Er sei besorgt gewesen, dass die Russland-Ermittlungen über Nacht geschlossen werden könnten.

          Die Entlassung des FBI-Präsidenten James Comey durch Präsident Trump im Mai 2017 sorgte für viel Aufsehen. Wie der ehemalige stellvertretende FBI-Direktor Andrew McCabe am Donnerstag in einem Interview gegenüber „60 Minutes“ nun bestätigte, zog das Justizministerium sogar die Amtsenthebung des Präsidenten in Erwägung. Geprüft werden sollte der 25. Verfassungszusatz, wonach Präsidenten abgesetzt werden können, wenn ihr Gesundheitszustand die Amtsführung nicht mehr erlaubt.

          In dem Gespräch, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt wird, sagt McCabe, dass das Handeln des Präsidenten ihm solche Sorgen bereitet haben soll, dass er die Russland-Ermittlungen entsprechend ausweitete. Dabei sollte auch untersucht werden, ob Trump die Justiz behinderte und im russischen Auftrag gegen amerikanische Interessen arbeite. Kurz nach der Entlassung Comeys soll McCabe Trump getroffen haben. „Ich habe mit dem Mann gesprochen, der gerade für die Präsidentschaft kandidiert und gerade die Wahl für die Präsidentschaft gewonnen hat. Und der hätte es vielleicht mit Hilfe der russischen Regierung getan, unserem stärksten Gegner auf der Weltbühne“, sagte McCabe zu dem Gespräch. „Und das hat mich sehr beunruhigt.“

          Da der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter seine baldige Entlassung befürchtete, sei er besorgt gewesen, dass der Russland-Fall sehr schnell und „ohne Spuren zu hinterlassen über Nacht verschwinden könnte“.

          Der Moderator des Nachrichtenmagazins Scott Pelley verkündet in „CBS This Morning“ vorab, dass McCabe im Interview zudem einen Bericht der „New York Times“ bestätigt haben soll. Es sei wahr, dass der stellvertretende Leiter des amerikanischen Justizministeriums Rod Rosenstein vorgeschlagen habe, Gespräche mit Trump heimlich aufzunehmen.

          Am aufschlussreichsten sei die Darstellung der acht Tage im Mai gewesen, sagte Pelley zu dem Interview. „Als all diese Dinge hinter den Kulissen passierten, von denen die Amerikaner wirklich nichts wussten.“

          „Es gab Treffen im Justizministerium, bei denen diskutiert wurde, ob der Vizepräsident und eine Mehrheit des Kabinetts zusammengebracht werden könnten, um den Präsidenten der Vereinigten Staaten unter dem 25. Zusatzgesetz zu entfernen“, sagte Pelley. „Das waren die acht Tage von Comeys Entlassung bis zu dem Punkt, an dem Robert Müller zum Sonderanwalt ernannt wurde. Und die höchsten amerikanischen Strafverfolgungsbehörden versuchten herauszufinden, was mit dem Präsidenten zu tun hat.“

          Trump reagierte auf Twitter auf das Interview und bezeichnete McCabe als „armen, kleinen Engel“, der in Wahrheit eine bedeutende Rolle gespielt habe, um Hillary Clinton zu helfen. McCabe sei eine Schande für das FBI und für die Vereinigten Staaten.

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