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Auf Schwarze Liste gesetzt : Washington stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

  • Aktualisiert am

Mitglieder der Iranischen Revolutionsgarde nehmen im Februar 2019 an einer Zeremonie anlässlich des 40. Jahrestages der Islamischen Revolution teil. Bild: dpa

Die amerikanische Regierung hat die iranischen Revolutionsgarden als „Terrororganisation“ eingestuft. Diese betrieben „aktiv“ den Terrorismus als „Instrument staatlicher Politik“, sagt Präsident Trump.

          Die Regierung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump wird die iranischen Revolutionsgarden als ausländische Terrororganisation einstufen. Das kündigte Trump am Montag in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung an.

          Damit werde der Tatsache Rechnung getragen, dass die Garden „aktiv“ den Terrorismus als „Instrument staatlicher Politik“ betrieben, beförderten und finanzierten, erklärte Trump.

          Iran hatte die amerikanische Regierung zuvor eindringlich davor gewarnt, die Revolutionsgarden als ausländische Terrororganisation einzustufen. Trump solle es sich zweimal überlegen, bevor er die Vereinigten Staaten auf diese Weise in eine weitere „Katastrophe“ führe, schrieb Außenminister Mohamed Dschawad Sarif am Sonntag auf Twitter. Besonders warnte er diejenigen in den Vereinigten Staaten, die diese Entscheidung allein im Interesse des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen wollten.

          Die Revolutionsgarden sind in Iran die Eliteeinheit der Streitkräfte – und weitaus wichtiger als die klassische Armee. Überdies haben die Revolutionsgarden auch großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss im Land. Teheran behauptet, ohne sie wäre der Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien nicht möglich gewesen. Genauso wie die Hardliner stehen auch die Reformer um Präsident Hassan Ruhani – trotz einiger politischen Differenzen –  hinter den Revolutionsgarden als Sicherheitsgarant.

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