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Nach Abkehr vom Klimaschutz : EU will mit amerikanischen Bundesstaaten und Städten kooperieren

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Der amerikanische Präsident, Donald Trump, bei einer Wahlkampfkundgebung der Republikaner in Kentucky Bild: AFP

Trotz des Rückzugs der Trump-Regierung aus dem Klimaschutzabkommen haben sich zahlreiche Gouverneure und Bürgermeister zu dessen Zielen bekannt. Die EU verspricht nun Unterstützung.

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          Die EU-Kommission will nach dem Austritt der amerikanischen Regierung aus dem Pariser Klimaabkommen weiterhin mit Städten und Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten an der Einhaltung der in dem Abkommen formulierten Ziele arbeiten. Die EU werde mit denjenigen in Amerika zusammenarbeiten, „die sich nach wie vor für ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen einsetzen“, schrieb EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete am Dienstag auf Twitter. Zahlreiche amerikanische Gouverneure und Bürgermeister hatten sich in der Vergangenheit zu dem Abkommen bekannt.

          Der amerikanische Präsident, Donald Trump, hatte am Montag formal den bereits vor zwei Jahren angekündigten Austrittsprozess aus dem Abkommen in Gang gesetzt. Der endgültige Ausstieg soll dann am 4. November 2020 erfolgen. Trump zweifelt den menschengemachten Klimawandel ungeachtet der wissenschaftlichen Belege an.

          Die oppositionellen Demokraten, die zahlreiche Bundesstaaten und Kommunen regieren, fordern jedoch mehr Einsatz der Vereinigten Staaten für den Klimaschutz. Einer Umfrage der „Washington Post“ vom Oktober zufolge verliert Trump auch in den eigenen Reihen an Rückhalt für seine Klimapolitik.

          Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die internationale Gemeinschaft auf das Ziel geeinigt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, möglichst aber auf 1,5 Grad.

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