https://www.faz.net/-gpf-8n61s

Wahl in Amerika : Das bedeutet Clinton oder Trump für Deutschland

  • Aktualisiert am

Alte Bekannte: Hillary Clinton und Bundeskanzlerin Angela Merkel, hier im April 2011 in Berlin. Bild: Picture-Alliance

Das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu Deutschland und Europa war im amerikanischen Wahlkampf nur eine Randnotiz. Doch das wird sich nach der Wahl rasch ändern.

          Im Falle eines Wahlsieges von HILLARY CLINTON würde die Bundesregierung wohl einer der ersten Ansprechpartner der Amerikaner in Europa bleiben. Die Demokratin kennt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lange, lobte sie erst kürzlich wieder in den höchsten Tönen für ihre Krisenpolitik.

          Als Außenministerin war Clinton sechs Mal in Deutschland. Frei von Spannungen war das Verhältnis in dieser Zeit aber nicht immer. Clinton drängte zu einer Militärintervention in Libyen, die Bundesregierung wurde davon kalt erwischt.

          Für Berlin ein unbeschriebenes Blatt mit vielen Forderungen: Donald Trump

          DONALD TRUMP ist für Berlin ein unbeschriebenes Blatt, die Skepsis ist groß. Seine Äußerungen über Deutschland lassen tief blicken. So behauptete er im August, die Kriminalitätsrate sei wegen der vielen Flüchtlinge im Land gestiegen. Das stimmt nicht.

          Dass Trump mal eben sämtliche Grundpfeiler amerikanischer Außen- und Verteidigungspolitik infrage stellte, sorgte in Berlin für Irritationen. Er will unter anderem, dass Deutschland und andere Verbündete für den Schutz durch die Amerikaner zahlen. Trump deutete an, dass er sonst die amerikanischen Truppen abziehen würde. Auch für eine Sicherheitszone in Syrien müsse Deutschland Kosten tragen. Wohin Trumps Reise in der Russland-Politik wirklich geht, weiß niemand so genau. Der politische Quereinsteiger äußerte sich immer wieder lobend über den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

          Im Falle seines Wahlsieges dürfte es dauern, um zwischen beiden Seiten Vertrauen aufzubauen. Ein Vakuum wäre die Folge.

          Weitere Themen

          Teheran reagiert unaufgeregt Video-Seite öffnen

          Drohenabschuss am Golf : Teheran reagiert unaufgeregt

          Donald Trump verkündete, die iranische Drohne habe sich der „USS Boxer“ bis auf rund 1000 Meter genähert und mehrere Aufforderungen zum Abdrehen ignoriert. Iran reagiert unaufgeregt – und offen für Gespräche.

          Topmeldungen

          Von der Leyen und die EU : Die Hoffnungsträgerin

          An Enthusiasmus fehlt es der neuen EU-Kommissionspräsidentin nicht. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ursula von der Leyen es schafft, ein breites Bündnis im Europaparlament für sich zu gewinnen.

          737 Max : Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          Der amerikanische Konzern stellt sich nach den Abstürzen der 737-Max-Maschinen auf hohe Entschädigungen ein. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch die Investoren goutieren die Klarheit.
          Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein

          FAZ-Sprinter : Wiedersehen mit Greta und Abschied von unserem Wald

          Das Klimakabinett streitet über höhere Preise fürs Fliegen, Greta Thunberg reist mit dem Zug nach Berlin und Forstwirte bangen um einen tief in der deutschen Geschichte verwurzelten Baum. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.