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Trumps Nahost-Plan : Deal statt Diplomatie

Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman 2019 während des G-20-Gipfels in Osaka Bild: Reuters

Unorthodoxe Vorschläge zur Lösung des Nahostkonflikts hat es auch schon früher gegeben. Aber ausgerechnet der Plan von Donald Trump hat Chancen auf Verwirklichung.

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          Der Zeitpunkt war günstig, an dem der amerikanische Präsident Donald Trump seinen Plan zur Beilegung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern, den „Jahrhundertdeal“, mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an seiner Seite, vorgelegt hat. Der Plan sieht vor, die israelischen Siedlungen als vollendete Tatsachen anzuerkennen, das Jordantal zu annektieren und sich mit einem Federstrich über das Völkerrecht hinwegzusetzen. Begründet hatte ihn Trump damit, dass es die Diplomatie in mehr als siebzig Jahren nicht vermocht habe, den Konflikt durch Verhandlungen beizulegen. Daher beschreite er nun neue, unorthodoxe Wege.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Unorthodoxe Vorschläge zur Lösung des Konflikts hatte es auch zuvor gegeben. Älter als ein halbes Jahrhundert sind die israelischen Vorschläge, für die Palästinenser ein „Ersatzland“ zu schaffen. Ein Plan sieht dafür den Landstreifen vor, den Gaza und der Norden der Sinaihalbinsel bilden. Ein anderer will das Haschemitische Königreich Jordanien zum Staat Palästina erklären. In beiden Fällen könnte Israel das Westjordanland annektieren.

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