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Trump versus Sessions : Hass der Geistesbrüder

  • -Aktualisiert am

Ziemlich beste Feinde: Donald Trump und Jeff Sessions, hier bei einer Rede Trumps in New Hampshire Bild: AFP

Immer wieder greift Donald Trump seinen Justizminister Sessions scharf an, obwohl der ganz auf seiner ideologischen Linie liegt. Ihr Streit spitzt sich nun zwar zu – und doch wird alles beim absurden Alten bleiben. Ein Kommentar.

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          Ginge es Donald Trump nur um die Erfüllung seiner Wahlversprechen, wie das Weiße Haus beteuert, dann wäre das Verhältnis zu seinem Justizminister nicht zerrüttet. Denn keiner arbeitet zielstrebiger als Jeff Sessions die einwanderungs- und minderheitenfeindliche Agenda ab, die der Konservative aus Alabama schon vertrat, als der New Yorker Baulöwe noch mit Demokraten schmuste.

          Doch zuerst geht es Trump immer um Trump. Nie wird er Sessions verzeihen, dass der den Anstand besaß, sich in Sachen „Russland“ für befangen zu erklären – denn darum kann der Minister dem Sonderstaatsanwalt Mueller, der Trump gefährlich wird, nicht Einhalt gebieten. Dass Sessions sein Bekenntnis zur unabhängigen Justiz diesmal etwas lauter vortrug, beeindruckt Trump nicht.

          Vermutlich bleibt trotzdem alles beim absurden Alten: Linke Gegner des Präsidenten bauen darauf, dass dessen radikal rechter Geistesbruder im Amt bleibt, weil ein von Trump ernannter Nachfolger Mueller vom Hof jagen würde. Und Sessions lässt sich von Trump demütigen, weil er endlich durchsetzen kann, wonach er so lange einsam rief.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

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