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Spion aus dem Kreml abgezogen : Wie Amerika sich schwächt

  • -Aktualisiert am

Als Trump im Mai 2017 den russischen Außenminister Sergej Lawrow im Weißen Haus empfing, zeigte er dem Russen auch vertrauliches Geheimdienstmaterial. Bild: MINISTRY HAN/REX/Shutterstock

Trumps Gegner in den Geheimdiensten stechen Informationen durch. Auch der Präsident behält sich einen eigennützigen Umgang mit Geheimnissen vor. Das muss die CIA einkalkulieren.

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          Wie das mit Geheimdienstgeschichten so ist: Die Öffentlichkeit dürfte noch lange nicht erfahren, was genau die CIA bewog, einen ihren wertvollsten Agenten von seinem Posten im Kreml abzuziehen. Immerhin will der Dienst von dem Russen erfahren haben, dass Putin 2016 persönlich den Hackerangriff auf die Demokratische Partei angeordnet und Trumps Sieg ersehnt habe.

          War die CIA danach in erster Linie von Furcht getrieben, dass Reporter nach ersten Enthüllungsgeschichten den Spion vollends enttarnen? Oder beharrte sie 2017 auch deshalb darauf, den Mann auszufliegen, weil sie bangte, Trump selbst würde Putin auf die Fährte des Verräters setzen?

          Dass Trump sich einen eigennützigen Umgang mit Geheiminformationen vorbehält, müssen „seine“ Dienste in ihre Risikoeinschätzung einbeziehen. Andererseits haben wohl auch Trumps Gegner in den Diensten Grenzen überschritten und Informationen durchgestochen, um dem Narrativ vom illegitimen Präsidenten Nachdruck zu verleihen.

          Fest steht nur eins: Mit der Vergiftung des politischen Klimas schwächt sich Amerika auch selbst.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

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