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Viele Covid-Tote : Warum Afroamerikaner besonders betroffen sind

  • -Aktualisiert am

Gleiche Chancen für alle? Eine Schlange vor dem Corona-Testzentrum eines Krankenhauses in Chicago. Bild: Reuters

Schwarze in Amerika sind überproportional häufig am Coronavirus erkrankt. Bei ihnen trifft die Pandemie auf grundlegende Probleme: Armut, schlechte Ernährung, Krankheiten. Ist das ein Zeichen von institutionellem Rassismus?

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          Auch wenn es bisher nur punktuelle Daten gibt, sprechen die Zahlen doch für sich: In Louisiana, einem Zentrum der Pandemie in Amerika, gibt es mehr als 16.000 Corona-Infizierte. 582 Einwohner des Südstaates sind bis Dienstag an Covid-19 gestorben. 407 von ihnen waren Afroamerikaner. Das sind siebzig Prozent. Die meisten von ihnen stammten aus New Orleans. Der Anteil der Schwarzen an den 4,6 Millionen Einwohnern des Südstaates beträgt indes nur 32 Prozent. Gouverneur John Bel Edwards spricht von einer „offensichtlich großen Ungleichheit“.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Louisiana verfügt nach Mississippi über die proportional größte afroamerikanische Bevölkerung unter den Bundesstaaten. Jedenfalls dann, wenn man Washington nicht mitzählt. Der „District of Columbia“ gehört bekanntlich zu keinem Bundesstaat – ein Sonderstatus, unter dem die Hauptstädter leiden; seit Jahrzehnten kämpfen sie um ihre Staatlichkeit.

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