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Wahlwissen : So läuft der Wahltag ab

  • -Aktualisiert am

Im Dade-County in Florida gab es vor 16 Jahren große Probleme mit den Stimmzetteln, weshalb die Wähler nun ihre Stimmen am Computer abgeben. Bild: AP

Wann steht nach der Wahl der neue Präsident fest – und würde Donald Trump eine Niederlage überhaupt akzeptieren? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen zum Wahltag.

          Nun ist es so weit: Amerika wählt einen neuen Präsidenten, und bereitet somit einem der chaotischsten, bizarrsten und aggressivsten Wahlkämpfe aller Zeiten endlich ein Ende. Ganz gleich, ob es der republikanische Kandidat Donald Trump oder seine demokratische Gegnerin Hillary Clinton wird: Der Ablauf steht bereits fest. Wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist, und auch welche Staaten Sie besonders achten sollten erklären wir hier.

          Wann geht es los?

          Zwischen 6:00 und 10:00 Uhr werden in Amerika am Dienstag die Wahllokale öffnen. Wer nicht bereits vorzeitig oder per Briefwahl seine Stimme abgegeben hat, kann sich dann im Laufe des Tages auf den Weg dorthin machen. Durch die verschiedenen Zeitzonen geht es unter anderem in den Staaten New York, Maine und Connecticut bereits um 12:00 Uhr deutscher Zeit los, in Teilen Alaskas und Hawaii dagegen erst um 18:00 Uhr unserer Zeit.

          Auf welche Staaten kommt es an und wann wird dort abgestimmt?

          Für die meisten Staaten lässt sich schon im Voraus deutlich prognostizieren, für welchen Kandidaten sie mehrheitlich wählen werden. Die verbliebenen Staaten, die „Swing States“ dieser Wahl, sind den meisten Umfragen zufolge North Carolina, Nevada, New Hampshire, Florida, Pennsylvania, Ohio, Virginia, Wisconsin, Colorado und Iowa. Hier lässt sich noch nicht klar prognostizieren, wer die Mehrheit der Wählerstimmen bekommt. Aber auch Staaten, in denen die Demokraten in der Vergangenheit die Nase vorne hatten, wie Minnesota, hat Trump zuletzt versucht anzugreifen – ob mit Erfolg, wird sich am Dienstag zeigen.

          Umfragen

          Die bevölkerungsreichsten „Swing States“ (Florida, Ohio, Pennsylvania und North Carolina) sind für die Kandidaten am wichtigsten, denn dort sind die meisten Wahlmänner zu holen. In North Carolina und Ohio schließen die Wahllokale um 19:30 Uhr (Ortszeit), in Pennsylvania erst um 20:00, in Florida dagegen bereits um 19:00 Uhr. (Eine Ausnahme bilden in Florida die Wahlbezirke im Nordosten, die bereits in der nächsten Zeitzone liegen: Die Wahllokale dort machen dementsprechend erst um 20:00 zu.) Mit ersten Ergebnissen aus den wichtigsten „Swing States“ kann zwischen 2:00 und 4:00 Uhr deutscher Zeit gerechnet werden.

          Worauf sollte man noch achten?

          Nicht vergessen werden darf, dass die Amerikaner auch über die Besetzung des Parlaments abstimmen. Im Senat könnte die Mehrheit der Republikaner durch die Demokraten gebrochen werden. Sie müssten dafür mindestens vier Sitze dazugewinnen. Es gibt viele Rennen, die sehr eng sind und wo demokratische Herausforderer republikanische Senatoren aus dem Amt vertreiben könnten oder einen leeren Sitz gewinnen können. Besonders zu nennen sind: Florida, Illinois, Indiana, New Hampshire, Missouri, North Carolina, Ohio und Pennsylvania. Nevada spielt ein besondere Rolle für die Demokraten, denn Senator Harry Reid zieht sich nach vielen Jahren aus dem Senat zurück und seine Wunschnachfolgerin liefert sich einen spannenden Kampf mit ihren republikanischen Rivalen.

          Wann gibt es erste Ergebnisse?

          In Teilen Indianas und Kentuckys machen die Wahllokale zuerst zu, bereits um 18:00 Uhr (Ortszeit). Vor vier Jahren gab es aus Indiana knappe zwei Stunden später ein vorläufiges Ergebnis, das wäre um kurz vor 2:00 Uhr morgens deutscher Zeit. Da viele der hart umkämpften Staaten an der Ostküste liegen, könnte es gut sein, dass sich in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit schon ein klares Bild zum Wahlausgang abzeichnet.

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