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Wahlkampf in Amerika : Romney umschmeichelt Waffenlobby

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Mitt Romney buhlt um die Gunst der Waffenlobby NRA. Bild: dapd

Der Republikaner Mitt Romney buhlt um die Gunst der einflussreichen amerikanischen Waffenlobby NRA. Er wolle die Waffenbesitzer besser schützen. Sein Parteikollege Gingrich nannte das Recht auf Waffen ein „Menschenrecht“.

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          Der Republikaner Mitt Romney wirbt als Präsidentschaftsbewerber um die Gunst der einflussreichen amerikanischen Waffenlobby. Der voraussichtliche Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama nahm am Freitag an der jährlichen Tagung der National Rifle Association (NRA) teil.

          Die Vereinigten Staaten bräuchten „einen Präsidenten, der die derzeitigen Gesetze durchsetzt und keine neuen schafft, die nur eine Last für gesetzestreue Waffenbesitzer darstellen“, sagte er vor Tausenden Mitgliedern der NRA. Obama warf er vor, sich nicht für den Schutz von Waffenbesitzern einzusetzen. Obama hat bislang relativ wenig zum Thema Waffen gesagt und damit Aktivisten enttäuscht, die strengere Waffengesetze fordern.

          Ein Auftritt vor der NRA ist für republikanische Präsidentschaftsbewerber Pflicht, da der Organisation umfangreiche Ressourcen zur Verfügung stehen, um von ihr bevorzugte Kandidaten zu unterstützen. Das Verhältnis Romneys zur Waffenlobby ist widersprüchlich. Als der Multimillionär 1994 für ein Senatorenamt kandidierte, erklärte er: „Ich tue mich nicht mit der NRA zusammen.“ Zehn Jahre später wurde Romney Mitglied der Organisation auf Lebenszeit.

          Ein Auftritt vor der NRA ist für republikanische Präsidentschaftsbewerber Pflicht. Bilderstrecke

          Nach Romney sprach auch sein innerparteilicher Konkurrent Newt Gingrich zu den Teilnehmer der NRA-Tagung. Die Vereinten Nationen sollten ein Abkommen verabschieden, „um das Recht, Waffen zu tragen, auf jeden Menschen auf diesem Planeten auszuweiten“, forderte er. Derartige „Menschenrechte“ würden die Zahl der Vergewaltigungen und Kindermorde weltweit verringern.

          Das Recht, Waffen zu tragen, ist in der amerikanischen Verfassung verankert. Allerdings sind die Meinungen im Land darüber gespalten, wie der Teil der Verfassung, in dem der Besitz von Waffen festgeschrieben ist, zu interpretieren sei. Der jüngste Fall des von einem Bürgerwehr-Mitglied erschossenen 17 Jahre alten Afroamerikaners Trayvon Martin verschärfte den Konflikt.

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