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Wahlen in Amerika : Jill Stein beantragt Neuauszählung in Wisconsin

  • -Aktualisiert am

Spitzenkandidatin der Grünen bei den Präsidentschaftswahlen in Amerika Jill Stein Bild: AP

In letzter Minute hat Jill Stein den Antrag auf Neuauszählung beim Wahlbüro in Wisconsin eingereicht. Dort ist der Stimmenunterschied zwischen Clinton und Trump hauchdünn. Weitere Staaten könnten folgen.

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          Jill Stein, die Kandidatin der amerikanischen Grünen im Präsidentschaftswahlkampf, hat nun den Antrag auf eine Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin eingereicht. Das bestätigte das Wahlbüro von Wisconsin auf seiner Twitter-Seite am Freitagabend. Schon seit einigen Tagen sammelt Stein Geld, um den Antrag einreichen zu können.

          Die Gebühren für die Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin betragen 1,1 Millionen Dollar. Das ist jedoch nicht der einzige Staat, in dem die Stimmen neu gezählt werden sollen. Per Crowdfunding sollen die 500.000 Dollar für den Antrag in Pennsylvania und 600.000 Dollar für den in Michigan zusammenkommen. Mittlerweile haben viele Menschen mehrere Millionen Dollar gespendet.

          Jill Stein stand zudem unter Zeitdruck: Der Antrag musste bis spätestens Freitag beim Wahlbüro eingehen. Anscheinend ist das wohl kurz vor dem Ablaufen der Frist geschehen.

          In Wisconsin beträgt der Unterschied der Stimmen zwischen der unterlegenen Kandidatin der Demokraten Hillary Clinton und dem republikanischen Gewinner Donald Trump nur 22.525 Stimmen. Insgesamt sind in Wisconsin etwa drei Millionen Stimmen bei der Präsidentschaftswahl abgegeben worden.

          In einer Ankündigung ihrer Partei hieß es jedoch, dass die  Neuauszählungen erreicht werden sollen, um die Integrität der Wahlen zu gewährleisten. „Es geht hier um mehr als das Ergebnis dieser Wahl. Es geht darum, unsere Demokratie zu beschützen und sicherzustellen, dass wir, die Bürger den Ergebnissen vertrauen können“ , heißt es dort. Jill Stein wird mit den Worten zitiert, dass sich nach diesem Wahlkampf, in dem viel über elektronische Einflussnahme gesprochen wurde, viele Bürger sich fragten, ob die Wahlergebnisse verlässlich sind. „Wir verdienen Wahlen, denen wir trauen können“, so Stein.

          Computer-Spezialisten haben in den letzten Wochen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass vor allem die Stimmen, die elektronisch abgegeben wurden, eventuell manipuliert wurden.

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