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Wahl in Amerika : Ehemaliger Anführer des Ku-Klux-Klans will Trump helfen

  • Aktualisiert am

Mitglieder des Ku-Klux-Klan im April 2016. Bild: AP

Als ehemaliger Anführer des Ku-Klux-Klans hat David Duke in der Vergangenheit oft lobende Worte für den Präsidentschaftsbewerber Trump gefunden. Nun hat er offenbar versucht, weitere Unterstützer zu gewinnen.

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          Der frühere Anführer des Ku-Klux-Klans, David Duke, hat zur Wahl des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgerufen. In einem automatisierten Telefonanruf, über den das amerikanische Internetportal BuzzFeed am Montag berichtete, wirbt der ehemalige Chef der rassistischen Organisation dafür, bei der Wahl im November seine eigene Kandidatur für den amerikanischen Senat zu unterstützen - und für Trump zu stimmen. Trumps Wahlkampfteam wies die Wahlempfehlung umgehend zurück.

          Prominenter Unterstützer, auf den Trump gerne verzichten würde: David Duke, ehemaliger Anführer des Ku-Klux-Klans

          In dem Werbeanruf warnt Duke vor Masseneinwanderung, hohen Steuern und hoher Arbeitslosigkeit. „Wir verlieren unser Land“, sagt der 66 Jahre alte ehemalige Anführer. „Es ist Zeit, aufzustehen und Donald Trump zum Präsidenten zu wählen, und mich, David Duke, in den Senat zu wählen.“ Duke bestätigte Buzzfeed, dass auf dem Band seine Stimme zu hören sei.

          Trump verzichtet auf die Unterstützung

          Trumps Wahlkampfteam wies Dukes Unterstützung zurück. Seine Sprecherin Katrina Pierson sprach im Fernsehsender CNN von einem „absolut verstörenden“ Vorgang. Trumps Team sei nicht über Dukes Kampagne informiert gewesen und habe sich schon in der Vergangenheit von ihm distanziert.

          Der im Jahr 1865 in den Vereinigten Staaten nach dem Ende des Bürgerkriegs und der Befreiung der Sklaven in den Südstaaten  gegründete Ku-Klux-Klan sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. Derzeit zählt der Ku-Klux-Klan etwa 5000 bis 8000 Mitglieder. Duke hatte Trump bereits im Vorwahlkampf seine Unterstützung zugesichert. Der Immobilienmilliardär war damals unter anderem vom Wahlkampfteam seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton kritisiert worden, weil er eine klare Distanzierung zunächst vermieden hatte.

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