https://www.faz.net/-gpf-8jvfm

Wahl in Amerika : Hackerangriff auf Wählerdaten

  • Aktualisiert am

Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Kalifornien Bild: Reuters

Die Cyberattacken auf Computersysteme der Demokraten weiten sich aus. Auch das Wahlkampfteam von Hillary Clinton ist betroffen. Wikileaks kündigt weitere Enthüllungen an.

          1 Min.

          Die Hacker-Attacken gegen die Partei der Demokraten in den Vereinigten Staaten sind anscheinend noch umfassender als bisher gedacht. Nach Informationen des Senders CNN untersucht die Bundespolizei FBI jetzt auch einen illegalen Zugriff auf Wählerdaten, die im System des Parteivorstandes gespeichert waren. Diese Informationen dienen zur Analyse von Wählerstrukturen und wurden auch vom Wahlkampflager der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton genutzt.

          Vor einer Woche hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf stark zugunsten Clinton und somit gegen ihren Rivalen Bernie Sanders voreingenommen war. Die Enthüllungen hatten den Auftakt des Parteitages der Demokraten überschattet.

          Wie außerdem am Freitag bekannt wurde, hat es auch auf das Wahlkampfkomitee DCCC eine Cyberattacke gegeben. Der Vorfall werde untersucht, sagte eine Sprecherin. Das DCCC unterstützt demokratische Politiker, die sich um einen Sitz im Repräsentantenhaus bewerben, im Wahlkampf. DCCC-Sprecherin Kelly erklärte, der jüngste Angriff ähnele der früheren Cyberattacke auf das E-Mail-System der Demokraten. Das Komitee bemühe sich um eine Erhöhung seiner Netzwerksicherheit und kooperiere mit den Bundesbehörden, erklärte sie. Das FBI erklärte, es sei in Kenntnis der Berichte und gehe den Hinweisen auf Hackerangriffe nach.

          Clintons Wahlkampfteam und IT-Experten glauben, dass Russland hinter den Hacker-Angriffen steckt. Auch Präsident Barack Obama hatte kürzlich in einem NBC-Interview nicht ausgeschlossen, dass die Regierung in Moskau auf diese Weise versucht, den Wahlkampf zu beeinflussen.

          Wikileaks-Gründer Julian Assange deutete im Gespräch mit dem Sender CNN weitere Enthüllungen über Clinton an. „Wir haben noch mehr Material zur Kampagne von Hillary Clinton“, sagte er. „Das ist äußerst interessant.“ Die Systeme des DNC bezeichnete er als unsicher und anfällig für Angriffe.

          Weitere Themen

          Regierungspartei gewinnt Parlamentswahl Video-Seite öffnen

          Polen : Regierungspartei gewinnt Parlamentswahl

          In Polen zeichnet sich ein klarer Wahlsieg der regierenden national-konservativen Partei PiS ab. PiS-Parteichef Kaczynski erklärte seine Partei umgehend zum Wahlsieger.

          Die SPD in voller Fahrt

          Bilanz der großen Koalition : Die SPD in voller Fahrt

          Von der Halbzeitbilanz der großen Koalition könnte ihre Zukunft abhängen, denn einige Sozialdemokraten wollen raus aus der Regierung. Dabei fällt die Analyse gerade für die SPD ziemlich gut aus – auch wenn die CDU öfter mal bremst.

          Topmeldungen

          Kanzlerin Merkel (CDU) und Finanzminister Scholz (SPD) im August in Berlin

          Bilanz der großen Koalition : Die SPD in voller Fahrt

          Von der Halbzeitbilanz der großen Koalition könnte ihre Zukunft abhängen, denn einige Sozialdemokraten wollen raus aus der Regierung. Dabei fällt die Analyse gerade für die SPD ziemlich gut aus – auch wenn die CDU öfter mal bremst.
          Gergely Karacsony am Sonntag nach seinem Wahlsieg in Budapest

          Kommunalwahlen in Ungarn : Die Hauptstadt wendet sich gegen Orbán

          Die Fidesz-Partei des Ministerpräsidenten erleidet empfindliche Niederlagen in Budapest und anderen wichtigen Städten. Das hat mit Skandalen und Korruptionsvorwürfen zu tun, aber auch mit einer Kooperationsstrategie der Opposition von links bis ganz rechts.
          Der amtierende indische Ministerpräsident Narendra Modi

          Hohe Verschuldung : Weltbank warnt vor indischer Krise

          Die Lage der Banken wird prekärer. Von faulen Krediten im Volumen von rund 150 Milliarden Dollar ist die Rede. Nun schlagen die Probleme aus dem Finanzsektor auf die Binnenwirtschaft durch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.