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Vorwahlen in Amerika : Romney gewinnt Florida klar

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Ein „großer Sieg“: Mitt Romney lässt sich gemeinsam mit Ehefrau Ann in Florida von seinen Anhängern feiern Bild: REUTERS

Der Vorsprung von Mitt Romney bei der so wichtigen Vorwahl der Republikaner in Florida ist deutlich. Kein Grund für Romneys Konkurrenten Newt Gingrich, seinen Kampf gegen „die Macht des Geldes“ verloren zu geben.

          Triumph für Mitt Romney bei den Republikanervorwahlen in Florida: Mit rund 46 Prozent der Stimmen hat der ehemalige Gouverneur und Multimillionär seinen schärfsten Rivalen Newt Gingrich regelrecht deklassiert. Der ehemalige Parlamentspräsident Gingrich kam lediglich auf rund 32 Prozent, wie Fernsehsender nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen berichteten.

          Eine Frage der Ressourcen: Rick Santorum versucht, sein schwaches Abschneiden zu erklären

          Romney sprach von einem „großen Sieg“. „Ich stehe bereit, um die Partei und unsere Nation zu führen“, rief er seinen jubelnden Anhängern am Dienstagabend (Ortszeit) in Tampa zu. An die Adresse von Präsident Barack Obama fügte er hinzu: „Jetzt ist es Zeit für Sie, zur Seite zu treten.“

          Gingrich sieht „die Macht des Volkes“auf seiner Seite

          Mit dem klaren Sieg in Florida gelang es Romney nach Ansicht von Experten zwar, eine entscheidend Hürde im Nominierungsrennen zu nehmen. Gingrich machte jedoch unmissverständlich klar, dass er nicht das Handtuch werfen wolle. „Wir werden an jedem Ort antreten“, sagte Gingrich mit Blick auf die weiteren 46 bevorstehenden Vorwahlen bis zum Nominierungsparteitag der Republikaner Ende August.

          Newt Gingrich - hier mit seiner Ehefrau Callista - gibt sich auch nach dem Ergebnis von Florida kämpferisch

          Zugleich nahm Gingrich die enormen Wahlkampfgelder Romneys ins Visier. „Die Macht des Volkes wird die Macht des Geldes besiegen.“ Die Präsidentenwahlen im November seien „die wichtigsten Wahlen Eures Lebens“, rief er seinen jubelnden Anhängern zu. „Wenn Barack Obama wiedergewählt würde, wäre dies ein Desaster.“ Obama trage die Verantwortung für hohe Arbeitslosigkeit und dümpelnde Konjunktur.

          Mit sieben Prozent der Stimmen auf dem letzten Platz: Ron Paul

          Abgeschlagen auf den dritten Platz kam der ehemalige Senator Rick Santorum mit rund 13 Prozent der Stimmen, berichteten mehrere amerikanische Sender übereinstimmend. Der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul landete demnach mit sieben Prozent auf dem letzten Platz.

          Der erste Wahlgang von größerer Bedeutung

          Der stark religiös ausgerichtete Santorum appellierte, die Republikaner sollten ihre „Schlammschlacht“ beenden. Er spielte damit auf den zunehmend rauen Ton und die rhetorischen Tiefschläge im Vorwahlkampf an. Santorum beklagte auch die Überlegenheit von Romney und Gingrich in Sachen Wahlkampfgelder. „Das ist eine Sache der Ressourcen“, versuchte er sein schwaches Abschneiden zu erklären.

          Bereits am Samstag steht eine weitere Vorwahl in Nevada bevor. Als entscheidendes Datum schält sich aber immer mehr der „Super-Tuesday“ am 6. März heraus. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

          Zwar war die Abstimmung in Florida bereits die vierte amerikanische Vorwahl - aber nach Iowa, New Hampshire und South Carolina war es der erste Urnengang von entscheidender Bedeutung. Es ging um 50 Delegiertenstimmen für die Nominierung im August, deutlich mehr als bei den drei bisherigen Abstimmungen. Florida gilt zudem wegen seines hohen Bevölkerungsanteils an Latinos als ein wichtiger Stimmungstest - Obama hatte seinen Wahlsieg 2008 auch dem starken Abschneiden unter Latinos zu verdanken.

          Tiefschläge nehmen zu

          Insgesamt sind beim Republikaner-Parteitag Ende August 1144 Delegiertenstimmen nötig. Erst dann wird endgültig entschieden, wer gegen Obama antritt. Romney konnte bisher 89 Kandidaten gewinnen, Gingrich 27, wie der Fernsehsender CNN berichtete.

          „Lachender Dritter“ des Republikanerrennens ist Obama. Er dürfte von den Tiefschlägen profitieren, die sich die Republikaner immer häufiger gegenseitig zufügen. Seit Wochen hat die Auseinandersetzung an Härte zugenommen. Gingrich etwa warf Romney immer wieder dessen frühere Tätigkeit als Unternehmerberater vor, bei der er Firmen stillgelegt, Jobs vernichtet und dabei selbst Millionen verdient habe.

          Das Weiße Haus bereitet sich bereits seit Monaten auf Romney als wahrscheinlichsten Gegner bei der Präsidentenwahl am 6. November vor. Umfragen zufolge dürften sich Obama und Romney ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

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