https://www.faz.net/-gpf-9qh7g

„Er ist ein Kind“ : Republikaner Walsh fordert Trump heraus

  • Aktualisiert am

„Er ist ein Kind“: Der frühere Kongressabgeordnete Walsh tritt über Trump an Bild: Reuters

Donald Trump sei dem Präsidentenamt nicht gewachsen, sagt der frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh. Bei den Vorwahlen der Republikaner will der Radio-Moderator ihn herausfordern.

          1 Min.

          Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die amerikanische Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der konservative Radio-Moderator und frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh kündigte am Sonntag an, er wolle Trump bei den parteiinternen Vorwahlen herausfordern. Walsh sagte dem amerikanischen Fernsehsender ABC mit Blick auf Trump: „Ich trete an, weil er der Sache nicht gewachsen ist. Jemand muss etwas tun. Und es muss eine Alternative geben.“ Walsh griff seinen Parteikollegen Trump scharf an. „Er lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht“, sagte er. „Das Land hat genug von den Wutanfällen dieses Typen. Er ist ein Kind.“

          Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten. Bei den Republikanern gibt es bislang nur einen Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur des amerikanischen Bundesstaates Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Das gleiche dürfte für Walsh gelten.

          Walsh gehörte zu der populistischen Tea-Party-Bewegung und war 2011 für die Republikaner ins Repräsentantenhaus eingezogen. Er vertrat dort den amerikanischen Bundesstaat Illinois, verpasste bei der nächsten Wahl jedoch den Wiedereinzug in die Kammer. Walsh ist wegen früherer Äußerungen umstritten. Ihm wurde bei diversen politischen Attacken unter anderem Rassismus vorgeworfen, etwa gegen den früheren Präsidenten Barack Obama.

          Walsh sagte, er habe „hässliche Dinge“ über Obama gesagt, die er heute bereue. Er selbst habe mit der Bewegung damals dazu beigetragen, dass es Trump als Präsidenten überhaupt gebe. „Und ich fühle mich dafür verantwortlich.“ Walsh sagte, jeder in der Republikanischen Partei sei der Meinung, dass Trump als Präsident ungeeignet sei. Sie hielten aber alle still, weil sie extreme Angst hätten. Auch für ihn sei die Verkündung der Präsidentschaftsbewerbung nicht leicht. Er rechne fest mit Attacken von Trump und dessen Umfeld, wolle sich dem aber stellen.

          Weitere Themen

          Gegen Abtreibungen, für Trump

          „March for Life“ : Gegen Abtreibungen, für Trump

          Donald Trump spricht als erster amerikanischer Präsident beim „Marsch für das Leben“, der jährlichen Demonstration der Gegner des geltenden Abtreibungsrechts. Die Aktivisten, von denen viele sonst Kliniken belagern, bereiten ihm einen warmen Empfang.

          Trump und der Nahost-Friedensdeal Video-Seite öffnen

          „Ein großartiger Plan“ : Trump und der Nahost-Friedensdeal

          US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche seinen lange erwarteten Friedensplan für den Nahen Osten vorlegen. Dies werde voraussichtlich noch vor dem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dessen Herausforderer Benny Gantz am Dienstag in Washington geschehen.

          Wettkampf der Alten

          Vorwahlen in Amerika : Wettkampf der Alten

          Der eine ist 77, der andere 78. Joe Biden und Bernie Sanders führen das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten an. Sind sie noch belastbar genug für den Job?

          Topmeldungen

          Werden britische Universitäten bald weniger Studenten haben?

          Austritt naht : Was der Brexit für EU-Studenten bedeutet

          In wenigen Tagen tritt Großbritannien aus der Europäischen Union aus. Für Studenten aus der EU ändert sich erst mal wenig. Aber schon bald könnte es teuer werden.

          Regionalwahl in Italien : Salvini und die Sardinen

          In der Emilia-Romagna und Kalabrien wird an diesem Sonntag gewählt, und es geht auch um die Macht in Rom. Die Regierung in Italien ist angezählt. Nur eine neue Protestbewegung steht der rechten Lega noch im Weg.
          Kim Jong-un (Mitte) mit seiner Frau Ri Sol-ju – und Kim Kyong-hui rechts daneben am Samstag im Pjöngjanger Samjiyon-Theater

          Kim Jong-uns Tante : Sie ist wieder da

          2013 ließ Nordkoreas Regime den mächtigen Politiker Jang Song-thaek hinrichten – seine Witwe wurde danach öffentlich nicht mehr gesehen. Nun taucht sie wieder auf, direkt neben Machthaber Kim Jong-un.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.