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Vorwahlen in Amerika : Ein Außenseiter zieht alle Register

Pete Buttigieg Mitte Januar auf Wahlkampftour in Emmetsburg, Iowa Bild: Reuters

An diesem Montag beginnen in Iowa die Vorwahlen der Demokraten. Wer hier überzeugen will, muss auch zu bräunlichem Trinkwasser etwas zu sagen haben. Auf Wahlkampftour mit Pete Buttigieg.

          7 Min.

          Pete Buttigieg hat jetzt Gesicht Nummer zwei aufgelegt. Nummer eins hatte er vorher, das ist sein Plakatgesicht: jungenhaft, immer lächelnd, ein wenig pausbäckig. In Kombination mit seinen hochgekrempelten Hemdsärmeln ein vollkommener Ausdruck von Tatkraft und Optimismus. Gesicht Nummer zwei dagegen, das er jetzt zeigt, ist das Ich-hör-dir-zu-Gesicht: konzentriert, mitfühlend. Der Kandidat Buttigieg zeigt es, wenn die Leute ihm von ihren Sorgen erzählen. Von den Arztrechnungen, die sie nicht bezahlen können, vom Leitungswasser, das zu schlecht ist, um es zu trinken.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Buttigieg hat in den vergangenen Wochen oft von Gesicht Nummer eins zu Gesicht Nummer zwei gewechselt. Er tourt durch den Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen, er schüttelt Hände, er macht jeden Tag Hunderte von Selfies. Denn Pete Buttigieg hat Großes vor: Wenn die Amerikaner Ende des Jahres einen neuen Präsidenten wählen, möchte er Donald Trump ablösen. Dafür aber muss er erst einmal die internen Vorwahlen der Demokratischen Partei gewinnen, und die allererste dieser Wahlrunden wird traditionell in Iowa gehalten. Diesen Montag wird es wieder so weit sein.

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