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Verhörmethoden : Trump plädiert für Waterboarding und „viel Schlimmeres“

  • Aktualisiert am

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump (l.) und sein Konkurrent Marco Rubio bei der TV-Debatte in New Hampshire Bild: AFP

Donald Trump will im Fall eines Wahlsiegs die umstrittene Verhörtechnik Waterboarding, bei der Ertrinken simuliert wird, wieder einführen. Aktivisten bezeichnen die Methode als Folter.

          Im Kampf gegen den Terrorismus reicht dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump das von Menschenrechtsgruppen als Folter eingestufte Waterboarding nicht aus. „Ich würde Waterboarding zurückbringen, und ich würde verdammt viel Schlimmeres zurückbringen“, sagte Trump bei einer Fernsehdebatte am Samstagabend über die umstrittene Verhörtechnik, bei der das Ertrinken simuliert wird.

          „Wir haben Leute im Nahen Osten, die Christen die Köpfe abhacken“, sagte der in Umfragen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur führende Rechtspopulist. Der erzkonservative Senator Ted Cruz erklärte, Waterboarding sei „keine Folter“. Dennoch sei er nicht für einen „weit verbreiteten Einsatz“ der Verhörtechnik. Allerdings würde er im Fall einer drohenden Terrorattacke „alle möglichen Methoden“ einsetzen, um das Land zu schützen.

          Bush gegen Wiedereinführung

          Der Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, sagte dagegen, er würde an dem von Präsident Barack Obama verkündeten Verbot dieser Praxis nicht rütteln. „Ich denke, es ist angemessen, wo wir jetzt stehen“, sagte der Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush.

          Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte der amerikanische Geheimdienst CIA Waterboarding und andere harsche Verhörmethoden gegen Terrorverdächtige eingesetzt. Präsident Barack Obama hatte das CIA-Programm nach seinem Amtsantritt Anfang 2009 beendet.

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