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Vereinigte Staaten : Immer weniger Republikaner unterstützen Trump

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Donald Trump wie man ihn kennt Bild: dpa

Immer wieder sorgt der umstrittene Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit skandalösen Äußerungen und Aktionen für Empörung. Seine Entgleisungen scheinen ihn jetzt Unterstützer zu kosten.

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          Der führende Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, Donald Trump, hat nach umstrittenen Äußerungen zu den Anschlägen von Paris deutlich an Unterstützung seiner Parteifreunde eingebüßt. In der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Umfrage favorisieren nur noch 31 Prozent der Republikaner den Milliardär als Kandidaten für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr. Das sind zwölf Punkte weniger als in der vorherigen Erhebung vom 22. November. Es ist zugleich der stärkste Rückgang für Trump, seit er im Juli die Führung übernommen hat.

          Trump sorgt seit Wochen mit fragwürdigen Äußerungen für Wirbel. Nach den Anschlägen von Paris sagte Trump, er unterstütze die Forderung, dass alle Muslime in den Vereinigten Staaten in einer gesonderten Datei erfasst werden sollten. Kritiker verglichen dies mit der Registrierung der Juden durch die Nationalsozialisten. In einer weiteren Rede hat er sich über einen behinderten New York Times-Journalisten lustig gemacht. Zuvor hat er Mexikaner als Drogendealer und Vergewaltiger bezeichnet.

          Vergangene Woche nahm Trump Unterstützer in Schutz, die einen schwarzen Demonstranten angegriffen haben, der eine seiner Reden gestört hat. Wenige Stunden später veröffentlichte der Politiker auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ein Foto eines bewaffneten schwarzen Mannes und fügte eine falsche Statistik hinzu, der zufolge 97 Prozent der Gewalt gegen Schwarze in den Vereinigten Staaten von anderen Menschen mit derselben Hautfarbe ausgehe.

          Trump ist allerdings nicht der einzige republikanische Bewerber, der in der jüngsten Umfrage Verluste verzeichnet. Auch Ben Carson, der in der Gunst der Republikaner hinter Trump auf Platz zwei liegt, verlor an Zustimmung.

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