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Trumps Ersatz-Wahlkampf : Noch konfuser als sonst

  • -Aktualisiert am

Lauthals gegen Biden: Trump bei der Pressekonferenz im Rosengarten. Bild: Reuters

Wegen Corona kann Donald Trump keine Kundgebungen abhalten. Ersatzweise lädt er Journalisten ins Weiße Haus. Der Vorwand? Die neue China-Politik. Das tatsächliche Thema? Joe Biden. Denn der wolle alle Fenster abschaffen!

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          Es ist nicht so, als wollte Donald Trump derzeit gar nichts gelingen. Seine Partei hat er immer noch im Griff. Am Dienstagabend konnte er zufrieden einem Kandidaten für den Senatsposten in Alabama gratulieren, der sich in den republikanischen Vorwahlen durchgesetzt hatte. Tommy Tuberville, ein ehemaliger Football-Trainer, war vom Präsidenten unterstützt worden. Er werde viel für den Südstaat erreichen können, hatte Trump gesagt, denn Tuberville verfüge über einen direkten Draht ins Weiße Haus.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Das Versprechen beruht freilich auf zwei Voraussetzungen: Tuberville muss am 3. November gegen den demokratischen Amtsinhaber Doug Jones gewinnen. Und Trump muss wiedergewählt werden. Obwohl der Präsident seine Botschaft nur per Interview nach Alabama tragen konnte, da die republikanische Gouverneurin ihn gebeten hatte, wegen den Corona-Krise auf eine Kundgebung zu verzichten, reichte es für Tuberville. Trump hatte sein Ziel erreicht. Gegen den Kandidaten angetreten war Jeff Sessions, den er 2018 als Justizminister gefeuert hatte. Nun wollte dieser auf seinen alten Senatorenposten zurückkehren. Der Präsident, der ihm verübelt hatte, sich aus den Russland-Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Befangenheit herausgehalten zu haben, wusste dies zu verhindern.

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