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Im Falle eines Wahlsiegs : Biden würde als Präsident wohl Abzugspläne aus Deutschland prüfen

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Neustart in Sachen Truppenabzug? Joe Biden will die Verkleinerung der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland im Falle eines Wahlsiegs prüfen. Bild: AP

Schon die Art der Entscheidungsfindung sei problematisch gewesen, sagt Bidens außenpolitischer Berater Antony Blinken. Aber der demokratische Präsidentschaftskandidat habe auch ein tiefgreifendes inhaltliches Problem damit.

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          Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden würde einem Berater zufolge bei einem Wahlsieg die Entscheidung von Amtsinhaber Donald Trump zu einem Truppenabzug aus Deutschland prüfen. „Wir würden alle Entscheidungen überprüfen, die Präsident Trump getroffen hat, einschließlich dieser“, sagte Antony Blinken, Bidens Berater für Außenpolitik, der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Mittwoch geführten Interview.

          Die Probleme fingen mit der Art an, wie die Entscheidung getroffen worden sei, sagte Blinken unter Anspielung auf das Fehlen einer Rücksprache mit der Bundesregierung. „Aber wir haben auch ein tiefgreifendes Problem mit der Sache an sich.“

          Trump hat angekündigt, die Zahl der in Deutschland stationierten amerikanischen Truppen um 9.000 auf 25.000 Soldaten senken zu wollen. Die Pläne sind im In- und Ausland auf Kritik gestoßen. Die amerikanischen Streitkräfte in Deutschland dienen der Rückversicherung der Nato-Partner gegenüber Russland. Zudem dient Deutschland als wichtigste Logistikdrehscheibe der Vereinigten Staaten außerhalb des eigenen Landes.

          Die Stationierung kostet Amerika jedes Jahr viel Geld. Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren knapp eine Milliarde Euro investiert, um die amerikanischen Streitkräfte vor Ort zu unterstützen.

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