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Wahlkampffinale in Amerika : Clinton: „Wir stehen vor der größten Prüfung unserer Zeit“

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Präsident Barack Obama tippt auf Hillary Clinton - und will diese Wette nicht verlieren. Hier beide beim Wahlkampffinale in Philadelphia. Bild: Reuters

Wahlkampffinale in Amerika: Vor Zehntausenden Anhängern warnt Hillary Clinton eindringlich vor ihrem republikanischen Herausforderer. Vor Gericht müssen die Demokraten allerdings eine bittere Niederlage hinnehmen.

          Vor zehntausenden Menschen haben Amerikas Demokraten am Vorabend der Präsidentenwahl ihre Abschlusskundgebung veranstaltet. Rund 40.000 Anhänger der Kandidatin Hillary Clinton fanden sich nach Angaben der Veranstalter am Montagabend (Ortszeit) in Philadelphia ein - es war damit die mit Abstand größte Wahlkampfkundgebung der früheren Ministerin, die am Dienstag als erste Frau zur Präsidentin der Vereinigten Staaten gewählt werden könnte.

          An historischer Stätte, wo 1776 die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten verlesen wurde, schwor die demokratische Präsidentschaftskandidatin ihre Anhänger mit eindringlichen Worten auf den Wahltag am Dienstag ein. „Ihr habt die Wahl zwischen einer verlässlichen und starken Staatsführung und einem unsicheren Kantonisten, der alles aufs Spiel setzt“, sagte Clinton unter dem Jubel Tausender Anhänger. „Wir stehen vor der größten Prüfung unserer Zeit.“

          Ihrem republikanischen Gegenkandidaten Donald Trump warf die Unberechenbarkeit vor. „Er könnte alles in Gefahr bringen“, sagte Clinton.

          Vor Clinton hatte sich der scheidende Präsident Barack Obama an die Teilnehmer der Großkundgebung gewandt. Die Wähler müssten „die Furcht zurückweisen und für die Hoffnung stimmen“, sagte Obama. Der Präsident rief eindringlich zur Stimmabgabe für Clinton auf. „Ich wette darauf, dass die Weisheit und der Anstand und die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes abermals obsiegen werden, und dies ist eine Wette, die ich bislang niemals verloren habe“, sagte er.

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          Unterstützung bekam Clinton auf der Kundgebung von Rockstar Bruce Springsteen. Der Musiker warnte die Zuhörer eindringlich vor der Wahl des Republikaners Donald Trump, dem er einen „profunden Mangel an Anstand“ unterstellte. Trump stelle „seine eigenen Interessen und sein Ego vor die amerikanische Demokratie“, sagte Springsteen. Wer seine Stimme für Clinton abgebe, stehe „auf der richtigen Seite der Geschichte“.

          Um Mitternacht wollte Clinton noch ein allerletztes Mal in North Carolina auftreten, wie Pennsylvania ein wichtiger „Swing State“ für die Präsidentenwahl am Dienstag.

          Demokraten scheitern mit Eilantrag gegen Trump-Anhänger

          Unterdessen ist die Partei um Hillary Clinton kurz vor Öffnung der Wahllokale vor dem Obersten Gerichtshof mit einem Eilantrag gegen die befürchtete Einschüchterung von Wählern durch Anhänger des Kandidaten Donald Trump gescheitert. Der Supreme Court wies am Montag (Ortszeit) in Washington einen entsprechenden Antrag der Demokraten aus dem Bundesstaat Ohio zurück und bestätigte damit das Urteil eines Gerichts aus unterer Instanz.

          Die Demokraten aus Ohio hatten die Justiz eingeschaltet, nachdem der Rechtspopulist Trump vor Wahlfälschung gewarnt hatte und seine Anhänger aufrief, die Wahllokale am Dienstag genau zu beobachten. Ein Distriktrichter in Ohio hatte auf Antrag der Demokraten eine Weisung erlassen, wonach Wähler an den Wahllokalen nicht von anderen befragt, verfolgt oder fotografiert werden dürften. Ein Berufungsgericht hatte diese Weisung am Freitag aber wieder aufgehoben.

          Das Oberste Gericht in Washington bestätigte nun diese Entscheidung und verwies darauf, dass es in Ohio bereits ausreichende gesetzliche Handhabe gegen die Einschüchterung von Wählern gebe. Die Washingtoner Höchstrichter sind traditionell sehr zurückhaltend, wenn es um Urteile zum Wahlverfahren kurz vor dem Wahltag geht.

          Die Demokraten in Ohio hatten die Befürchtung geäußert, dass sich Trumps Anhänger durch den Aufruf des Kandidaten zur Schikanierung etwa von afroamerikanischen Wählern, die den Demokraten zuneigen, ermutigt fühlen könnten.

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