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Wahlkampf in Amerika : Trump will „Kandidat für Recht und Ordnung“ sein

  • Aktualisiert am

Donald Trump akzeptiert seine Nominierung Bild: AFP

Der umstrittene Baumilliardär nimmt unter dem Jubel von tausenden Unterstützern formell die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner an. Er verspricht: „Kriminalität und Gewalt werden bald ein Ende haben“.

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          Donald Trump hat formell die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner angenommen. Er stelle sich der Aufgabe in Demut, sagte der Immobilienunternehmer am Donnerstagabend beim Nominierungsparteitag seiner Partei in Cleveland unter dem Jubel der Delegierten.

          Trump kündigte an, unter ihm als Präsident würden die Vereinigten Staaten „ein Land der Großzügigkeit und der Wärme, aber auch ein Land von law and order“. Nach einem Wahlsieg im November werde er die „Sicherheit im Land wiederherstellen“, sagte Trump. „Ich habe eine Botschaft an euch alle: Die Kriminalität und die Gewalt, die unsere Nation heimsuchen, werden sehr bald beendet sein.“

          „Amerikanismus wird unser Credo sein“

          Trump versprach, die Politik als Präsident konsequent am Eigeninteresse der Vereinigten Staaten auszurichten. „Amerikanismus wird unser Credo sein, nicht Globalismus“, sagte der Rechtspopulist. Andernfalls würden „andere Nationen Amerika nicht mit dem Respekt behandeln, den es verdient“.

          Der Republikaner porträtierte die Vereinigten Staaten als Land im Niedergang. „Unsere Bürger haben nicht nur mit Katastrophen im Inland zu tun, sie haben eine internationale Demütigung nach der anderen eingesteckt“, sagte er. Trump nannte in diesem Zusammenhang die Krisen in Syrien, im Irak und in Libyen.

          180.000 illegale Einwanderer mit kriminellem Hintergrund?

          Trump sprach in seiner Rede gezielt sozial Benachteiligte an. Den „Vernachlässigten, Ignorierten und Aufgegebenen“ wolle er sagen: „Ich bin Eure Stimme.“ Als Präsident werde er Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Seine Gegnerin Clinton hingegen vertrete nur die Interessen der Wirtschaftselite, von der sie abhängig sei: „Sie ist ihre Marionette, und sie ziehen die Fäden“.

          Als besondere Qualifikation für die Präsidentschaft führte Trump seinen eigenen Erfolg als Geschäftsmann an. „Niemand kennt das System besser als ich, deswegen bin ich der einzige, der es reparieren kann“, sagte er.

          Der umstrittene Politiker attackierte abermals illegale Einwanderer. 180.000 von ihnen mit einem kriminellen Hintergrund „streifen heute Abend frei herum, um friedfertige Bürger zu bedrohen“, sagte Trump. Mit dem 20. Januar - dem Amtsantritt des neuen Präsidenten – werde sich das ändern.

          Die Rede Trumps bildet den Höhepunkt des viertägigen Nominierungsparteitags der Republikaner. In den Vereinigten Staaten wird am 8. November der Nachfolger von Präsident Barack Obama gewählt.

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