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Kreuzfahrten gestoppt : Amerikanische Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein

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Das Kreuzfahrtschiff „Norwegian Sky“ hat in der kubanischen Hauptstadt Havanna festgemacht (Archivbild) Bild: Reuters

Die Trump-Regierung verschärft ihren Kurs gegenüber Kuba weiter und verbietet unter anderem Schiffsreisen zu der Insel. Ziel sei es, das kubanische Militär und Geheimdienste zu schwächen.

          Die Regierung des amerikanischen Präsident Donald Trump schränkt Reisen amerikanischer Bürger nach Kuba ein und stoppt auch Kreuzfahrten in das kommunistisch regierte Land. Amerikanische Bürger dürfen künftig nicht mehr mit Kreuzfahrt- oder anderen Passagierschiffen, mit Segeljachten oder mit Privat- oder Firmenflugzeugen nach Kuba reisen, wie das Außenministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Linienflüge von den Vereinigten Staaten nach Kuba gibt es weiterhin.

          Das Ministerium teilte weiter mit, auch Gruppen-Bildungsreisen aus Amerika nach Kuba seien künftig nicht mehr gestattet. Die Regierung hatte bereits im April neue Reiseeinschränkungen für Kuba angekündigt. Tourismusreisen von Bürgern nach Kuba sind schon zuvor nur unter bestimmten Bedingungen möglich gewesen – diese Möglichkeiten sind nun weiter begrenzt worden.

          Familienbesuche bleiben unter der Neuregelung erlaubt. Auch Reisen beispielsweise aus journalistischen, akademischen oder humanitären Gründen sind weiterhin gestattet. Mit den neuen Einschränkungen soll nach Ministeriumsangaben Kubas Militär, Sicherheitskräften und Geheimdiensten eine Finanzierungsquelle entzogen werden.

          Das Ministerium machte die kubanische Regierung verantwortlich für die Unterdrückung des eigenen Volkes und für ihre Einmischung in Venezuela. Dort stützt Kuba Präsident Nicolás Maduro, während die Vereinigten Staaten dessen Widersacher Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt haben. Mit den neuen Maßnahmen gegen Kuba dreht Trump die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama weiter zurück.

          Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez kritisierte, dass Washington die kubanische Wirtschaft „abwürgen“ und den Lebensstandard der Kubaner senken wolle, um „politische Konzessionen“ zu erzwingen. Die neuen Sanktionen könnten den kommunistisch regierten Staat dutzende Millionen Einnahmen im Jahr kosten. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres waren rund eine Viertelmillion amerikanische Touristen nach Kuba bekommen, das waren fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

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