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Amerikanische Demokraten : Deval Patrick bewirbt sich um Präsidentschaftskandidatur

  • Aktualisiert am

Ehemaliger Gouverneur und Manager: Deval Patrick Bild: AP

Die Liste der demokratischen Präsidentschaftsbewerber wird noch länger: In einer Videobotschaft kündigte auch der frühere Gouverneur von Massachusetts seine Kandidatur an. Er will „den amerikanischen Traum erneuern“.

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          Der frühere Gouverneur von Massachusetts Deval Patrick hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten angekündigt. Patrick, der zuletzt als Manager beim Finanzinvestor Bain Capital arbeitete, erklärte am Donnerstag in einer Videobotschaft, er wolle einen besseren „amerikanischen Traum für die kommende Generation schaffen“, der mehr Menschen einschließe.

          Er habe die Chance gehabt, seinen amerikanischen Traum zu leben, sagt Patrick in dem Video. Er sei in einer Sozialwohnung im Süden Chicagos groß geworden und der erste in seiner Familie gewesen, der ein College besuchte und studierte. Derzeit nehme er aber eine große Unzufriedenheit unter den amerikanischen Bürgern wahr, der er etwas entgegensetzen wolle.

          Patrick war von 2007 bis 2015 Gouverneur von Massachusetts – als erster Schwarzer in der Geschichte des Bundesstaates an der Ostküste. Ihm werden enge Verbindungen zum früheren Präsidenten Barack Obama und der Familie Clinton nachgesagt.

          Der 63 Jahre alte Politiker gilt als moderat und könnte schwarze Wähler möglicherweise eher von sich überzeugen als andere demokratische Kandidaten. Dadurch, dass er erst relativ spät in das ohnehin schon breite Kandidatenfeld einsteigt, steht Patrick vor der Herausforderung, schnell Spenden für die Vorwahlen zu sammeln.

          Kandidiert auch Michael Bloomberg?

          In den Umfragen führen derzeit die Senatorin Elizabeth Warren, der junge Kommunalpolitiker Pete Buttigieg und der frühere Vizepräsident Joe Biden, der sich im Zusammenhang mit der Ukraine-Affäre gegen Vorwürfe verteidigen muss, es habe während seiner Amtszeit einen Konflikt zwischen seiner Arbeit im Weißen Haus und familiären Interessen gegeben. Sein Sohn, Hunter Biden, arbeitete damals in der Ukraine für die Gasfirma Burisma.

          Zuletzt hatten sich auch die Hinweise verdichtet, dass sich der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg um die Kandidatur der Demokraten für die Präsidentenwahl 2020 bewerben könnte. Er sei nun im Bundesstaat Arkansas für die demokratische Vorwahl „offiziell registriert“, schrieb der Multi-Milliardär am Dienstag auf Twitter. „Wir müssen Trump besiegen“, fügte er hinzu.

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