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Nach Unfallserie im Pazifik : Amerikanische Marine löst Kommandeur ab

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Der amerikanische Vizeadmiral Joseph Aucoin, hier bei einer Pressekonferenz zur Kollision der „Fitzgerald“ im Juni 2017 Bild: AFP

Am Montag ist ein amerikanisches Kriegsschiff mit einem Öltanker zusammengestoßen. Mehrere Matrosen kamen dabei ums Leben. Jetzt zieht die Marine Konsequenzen.

          Wegen der jüngsten Unfallserie von amerikanischen Kriegsschiffen im Pazifik hat der zuständige Kommandeur, Vizeadmiral Joseph Aucoin, seinen Posten verloren. Der Kommandeur der Pazifikflotte, Admiral Scott Swift, begründete dies am Donnerstag damit, dass er in den Vizeadmiral kein Vertrauen mehr habe. Aucoin stand seit zwei Jahren an der Spitze der Siebten Flotte der amerikanischen Marine, die ihren Stützpunkt im japanischen Yokosuka hat.

          Am Montag war der Zerstörer „USS John S. McCain“ nahe Singapur mit dem Tanker „Alnic MC“ kollidiert, der unter der Flagge Liberias fährt. Im Bauch des schwer beschädigten Zerstörers wurden inzwischen die Leichen von mehreren Soldaten entdeckt. Ein weiterer Toter wurde in der Nähe des Unglücksorts aus dem Wasser gezogen. Befürchtet wird, dass bei dem Unglück insgesamt zehn Matrosen starben.

          Bereits Mitte Juni waren sieben amerikanische Soldaten beim Zusammenstoß des Zerstörers „Fitzgerald“ mit einem Containerschiff ums Leben gekommen. Zwei weitere Unglücke der amerikanischen Marine in diesem Jahr gingen hingegen glimpflich ab.

          Über die Ablösung Aucoins hatten zuvor schon mehrere amerikanische Medien berichtet. Der Vizeadmiral befehligte bislang die Siebte Flotte der amerikanischen Marine, die für den westlichen Teil des Pazifiks und den Indischen Ozean zuständig ist. Sie besteht aus mehr als fünfzig Schiffen. Zu seinem kommissarischen Nachfolger wurde Vizeadmiral Phil Sawyer ernannt. Zur Pazifikflotte gehört auch noch die Dritte Flotte, die im zentralen und östlichen Teil des Pazifiks navigiert.

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