https://www.faz.net/-gpf-8q0o6

Unter Präsident Trump : Gingrich: Verhältnis zur Nato wird sich nicht dramatisch ändern

  • Aktualisiert am

Donald Trump wird die Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, davon ist sein Vertrauter Newt Gingrich überzeugt Bild: dpa

Auch wenn Donald Trump mit der Nato hart verhandeln werde, werde keine grundlegende Eiszeit zwischen ihr und Amerika entstehen, glaubt sein Vertrauter Newt Gingrich. Etwas anderes hingegen schon.

          Der künftige amerikanische Präsident Donald Trump wird nach Einschätzung seines Vertrauten Newt Gingrich „hart“ mit den Nato-Partnern umgehen, die aus seiner Sicht zu wenig für die Verteidigung ausgeben. Das Verhältnis der Vereinigten Staaten zur Nato werde sich deswegen aber „nicht dramatisch“ ändern, sagte der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses dem Magazin „Spiegel“. Nur den Staaten vollen Beistand zu garantieren, die mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung in Rüstung steckten - „ich glaube, das kann er gar nicht“.

          Auf die Frage, ob Washington russische Versuche zur Beeinflussung der amerikanischen Wahl „ignorieren“ könnten, sagte Gingrich: „Na ja, (Präsident Barack) Obama hat sogar die deutsche Bundeskanzlerin belauschen lassen. Regierungen machen solche Sachen eben.“

          „Obama hat sogar die deutsche Bundeskanzlerin belauschen lassen. Regierungen machen solche Sachen eben“, sagt der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses

          Er wisse „von keiner russischen Aktion, die unsere Wahl tatsächlich beeinflusst“ habe, fügte Gingrich hinzu. Die amerikanischen Geheimdienste erklärten, dass es den Versuch gegeben habe. „Aber sie unterstellen nicht, dass die Russen einen wirklichen Effekt erzielt haben.“

          Gingrich: Trump wird die Mauer bauen

          Gingrich bekräftigte, Trump werde eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko bauen lassen und Mexiko werde sie bezahlen. Das sei mit mehreren Methoden möglich. „Wir könnten zum Beispiel Gebühren erheben auf alle Überweisungen nach Mexiko. Oder Zölle auf Autos, die wir aus Mexiko importieren.“ Einen Handelskrieg fürchte er nicht. „Die USA sind der größte Markt der Welt. Ich habe keine Angst vor Ländern, die einen Handelskrieg mit uns führen wollen. Sie würden ihn verlieren.“

          Weitere Themen

          Zwölfjähriger verhaftet Video-Seite öffnen

          Demos in Hongkong : Zwölfjähriger verhaftet

          Weitere Eskalation in Hongkong: Erstmals seit dem Beginn der Großkundgebungen der Demokratiebewegung in Hongkong Anfang Juni hat ein Polizist während einer Demonstration mindestens einen Schuss abgefeuert. Dutzende Demonstranten wurden festgenommen, darunter auch ein zwölf Jahre alter Junge.

          Topmeldungen

          Reformen der Koalition : Immer auf die Besserverdiener

          Egal ob Baukindergeld, Pflegereform oder Soli – die große Koalition schließt Einkommensstarke konsequent von finanziellen Entlastungen aus. Die Grenzen setzt sie dabei willkürlich und der Papierkrieg ist immens.

          Brandenburg : Ist das schlimmer als Diktatur?

          Angegriffen und abgehängt: Vor den Landtagswahlen kocht im Osten die Stimmung. Davon profitiert vor allem die AfD. Eine Reise durch die Dörfer Brandenburgs.

          AfD in Sachsen : Die DDR ist ein Wahlkampfschlager

          In Sachsen will die AfD die Landtagswahl gewinnen – dafür bedient sie gezielt ein Zerrbild der Wirklichkeit. Ihre Wähler stört das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.