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Ukraine-Affäre : Militärhilfe wurde laut Zeugin trotz Bedenken blockiert

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Laura Cooper, eine ranghohe Mitarbeiterin im Verteidigungsministerium kommt für ihre Anhörung in den amerikanischen Kongress. Bild: AP

In den Ukraine-Ermittlungen belastet eine weitere Zeugin Donald Trump. Sie beschrieb im Kongress, wie das Vorgehen des Präsidenten Verunsicherung im Verteidigungsministerium auslöste.

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          Die zwischenzeitliche Blockade von Militärhilfe für die Ukraine durch das Weiße Haus hat nach Darstellung einer Mitarbeiterin im Verteidigungsministerium Sorge bei wichtigen Regierungsbeamten ausgelöst. „Alle“ hochrangigen Beamten im Verteidigungs- und Außenministerium und anderen nationalen Sicherheitsbehörden hätten die Hilfe in Höhe von rund 400 Millionen Dollar als „notwendig“ erachtet, sagte die im Pentagon für Ukrainepolitik zuständige Laura Cooper im Kongress. Die Befragung war bereits im Oktober, die Mitschrift wurde am Montagabend (Ortszeit) von den Demokraten im Repräsentantenhaus veröffentlicht.

          Cooper ist eine der Zeugen, die im Zuge der Ermittlungen der Demokraten für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gehört wurden. Neben dem Transkript von Coopers Aussage wurden auch die Mitschriften von zwei weiteren Befragungen veröffentlicht. Am Mittwoch werden Zeugen erstmals öffentlich befragt.

          Die Demokraten werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben, damit sich die ukrainische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Sie haben den Verdacht, dass er zeitweise rund 400 Millionen Dollar Militärhilfe zurückhalten ließ, damit sich die ukrainische Regierung zu Ermittlungen bekennt, die Trumps politischem Gegner Joe Biden von den Demokraten schaden könnte. Biden will bei der Wahl 2020 für die Demokraten kandidieren und ist damit ein möglicher Herausforderer Trumps.

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