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Trump und die Ukraine-Affäre : Nicht immer nur Moskau

Trumps Entgleisungen reichen weit über das Sprachliche hinaus. Bild: AP

Trumps Entgleisungen kennen kein Ende. Konfrontiert mit einem „Putsch“, bittet er nun auch noch Peking um Hilfe.

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          Dass Donald Trump nicht zimperlich ist, wenn er meint, über seine politischen Gegner oder die Presse herziehen zu müssen, ist bekannt. Doch er übertrifft sich immer noch selbst.

          Weil die Demokraten nach den Regeln der Verfassung ein Amtsenthebungsverfahren beginnen wollen, spricht der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika allen Ernstes von einem Putsch. Damit mobilisiert er seine Anhänger, die schon mit Bürgerkrieg drohen.

          Trumps Entgleisungen reichen aber weit über das Sprachliche hinaus. Nun ruft er nach Kiew auch noch Peking öffentlich dazu auf, die Aktivitäten von Vater und Sohn Biden zu untersuchen. Sieht so Achtung vor der Verfassung aus, die Trump zu schützen geschworen hat?

          Ob die Chinesen dem Wunsch eines Präsidenten Folge leisten, der einen Handelskrieg gegen sie führt, steht in den Sternen. Doch solche Fragen halten Trump nicht auf, wenn es darum geht, einen Gegner mit allen Mitteln zu diffamieren.

          Bei der „korrupten Hillary“ hatte es schließlich funktioniert. Und man kann eben nicht immer nur Moskau um einen Gefallen bitten, wenn es eng zu werden droht.

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