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TV-Debatte mit Clinton : Organisatoren räumen Probleme bei Trumps Audio-Technik ein

  • Aktualisiert am

Im Kampf mit seiner Konkurrentin Clinton und dem eigenen Mikrophon: der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump. Bild: AFP

Verschwörungstheoretiker werden sich bestätigt fühlen: Direkt nach der ersten TV-Debatte wetterte Donald Trump über sein angeblich defektes Mikrofon. Eine Stellungsnahme der zuständigen Kommission sagt nun: Da sei etwas dran.

          Donald Trump hat für seine Beschwerde über das Mikrofon bei seinem Fernsehduell mit Hillary Clinton viel Spott geerntet – doch die Klage des republikanischen Präsidentschaftskandidaten war vielleicht gar nicht aus der Luft gegriffen. Die für die Organisation der Kandidatendebatten zuständige Kommission erklärte am Freitag, es habe Probleme hinsichtlich der Hörbarkeit von Trump gegeben. Wörtlich erklärte sie laut CNN: „Bezüglich der ersten Debatte gab es Probleme mit Donald Trumps Audio-Technik, die den Geräuschpegel in der Debattenhalle betrafen“ (englisch: „Regarding the first debate, there were issues regarding Donald Trump's audio that affected the sound level in the debate hall.“).

          Die Stellungsnahme der Kommission besteht nur aus diesem Satz, der zweifellos Fragen offen lässt. Das Wort „Mikrofon“ fällt nicht. Insbesondere lässt die Kommission offen, ob die Probleme ihrer Ansicht nach auch für die Fernsehzuschauer hörbar waren.

          „War das Absicht?“

          Trump hatte sich allerdings schon kurz nach der Debatte über sein Mikrofon beschwert. „Sie haben mir ein defektes Mikrofon gegeben. Habt ihr das gemerkt?“, fragte Trump direkt nach der Debatte. Und fragte: „War das Absicht?“

          Clinton dagegen machte sich über seine Beschwerde lustig: „Wenn sich jemand über das Mikrofon beschwert, hatte er offenbar keinen schönen Abend.“

          Unterdessen wenden sich in den Vereinigten Staaten immer mehr amerikanische Zeitungen von Trump ab. Zudem zeigt eine neue Umfrage, dass Clinton wenige Tage nach dem ersten von drei TV-Duellen ihren Vorsprung in der Wählergunst vor ihrem republikanischen Gegenspieler gehalten hat. Clinton kommt in der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Erhebung auf 43 Prozent, Trump auf 38. Auch in den vergangenen vier Wochen hatte sie im Schnitt immer vier bis fünf Prozentpunkte vor Trump gelegen. Rund 19 Prozent der Umfrage-Teilnehmer waren rund fünfeinhalb Wochen vor der Wahl am 8. November noch unentschlossen. Befragt wurden 2500 amerikanische Bürger, von denen angenommen wurde, dass sie zur Wahl gehen.

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