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Kommentar zum Syrien-Abzug : Trumps Welt

Der amerikanische Präsident Donald Trump Mitte Dezember im Weißen Haus Bild: AP

Mit seiner Entscheidung, die amerikanischen Soldaten aus Syrien abzuziehen, verändert Trump die Kräfteverhältnisse in der Region. Doch den Vorteil haben dabei weder Amerika noch seine Verbündeten.

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          Donald Trumps Welt ist einfach – viel einfacher als die Wirklichkeit. Das schlägt sich in allen seinen Entscheidungen nieder, auch in dem Entschluss, nun die amerikanischen Truppen aus Syrien zurückzuziehen.

          In Trumps Welt sieht die Lage so aus: Die amerikanischen Soldaten seien nur in Syrien gewesen, um den „Islamischen Staat“ zu besiegen (was freilich von Mitgliedern seiner Regierung auch schon anders dargestellt wurde), der IS sei besiegt, also gebe es keinen Grund mehr, sich dort zu engagieren.

          Doch Trump verändert damit die Kräfteverhältnisse in der Region – zugunsten Russlands, des Assad-Regimes, Irans und der Türkei und zulasten jener Kurden, die wesentlich zur Zurückdrängung des IS am Boden beigetragen haben. Ihnen stehen schwere Zeiten bevor: Der türkische Präsident Erdogan wird nun bald freie Hand haben, gegen sie vorzugehen.

          Russland wird dabei einfach zuschauen, so seine Beziehungen zu Ankaras stärken und zugleich seine Position in Syrien festigen. Von Trumps Entscheidungen haben hier wieder einmal andere als Amerika und seine Verbündeten einen Vorteil.

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

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