https://www.faz.net/-gpf-9nzpn

Rückkehr nach Arkansas : Trumps Sprecherin Sanders verlässt Weißes Haus Ende Juni

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

In zwei Tweets kündigt der amerikanische Präsident am Donnerstagabend den Abgang seiner Sprecherin, Sarah Sanders, an. Sie höre zum Ende des Monats auf. Vielleicht, um frei für eine neue politische Rolle zu sein.

          1 Min.

          Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders verlässt zum Monatsende das Weiße Haus. Das teilte der amerikanische Präsident am Donnerstag auf Twitter mit. „Nach dreieinhalb Jahren wird unsere wunderbare Sarah Huckabee Sanders Ende des Monats das Weiße Haus verlassen und in den großartigen Staat Arkansas heimkehren“, schrieb Trump.

          Sanders, Tochter des republikanischen Politikers und Präsidentschaftsbewerbers Mike Huckabee, war nach turbulenten Monaten auf Sean Spicer als Sprecherin des Weißen Hauses gefolgt. Sie gilt als umstritten. Die früher üblichen täglichen Briefings von Journalisten in Amerikas Hauptstadt fanden zuletzt kaum noch statt. Sanders fiel durch ihre nach außen fast bedingungslose Loyalität zu Trump auf.

          Der 36-Jährigen wird vorgeworfen, laut den Untersuchungen des Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller, mehrfach vor Journalisten die Unwahrheit gesagt zu haben. Dabei ging es unter anderem um die Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey. Angesichts dessen waren einzelne Rücktrittsforderungen gegen sie laut geworden.

          Im Weißen Haus seit Januar 2017

          Sanders war schon im Wahlkampf für Trump unterwegs. Im Weißen Haus begann sie nicht vor dreieinhalb Jahren, wie Trump schreibt, sondern mit Beginn von Trumps Amtszeit im Januar 2017. Im Juli 2017 war sie dann als Sprecherin des Weißen Hauses auf Spicer gefolgt, die aufgegeben hatte. Sanders war davor Spicers Vertreterin.

          „Ich bin Mutter, ich habe drei tolle Kinder“, sagte Sanders am Donnerstag. „Ich werde jetzt ein bisschen mehr Zeit mit ihnen verbringen.“ Die Zeit im Weißen Haus lobte sie in höchsten Tönen. „Es war die Ehre meines Lebens.“ Trump habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren enorm viel erreicht.

          Trump lobte seine scheidende Mitarbeiterin ebenfalls: „Sie ist eine besondere Person mit außergewöhnlichen Talenten, die unglaubliche Arbeit geleistet hat.“ Er hoffe, sie werde einmal als Gouverneurin ihres Heimatstaates Arkansas kandidieren. „Sarah, danke für einen gut gemachten Job“, schrieb er auf Twitter. In Arkansas war früher einmal Bill Clinton Gouverneur, dessen Familie Trump zu seinen Lieblingsfeinden erklärt hat.

          Seit dem Amtsantritt Trumps hat es im Apparat der US-Regierung viele Rauswürfe, Personalwechsel und Rücktritte gegeben. So hatte etwa im April Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen ihren Posten verlassen. Zum Jahresende waren außerdem Verteidigungsminister James Mattis und Trumps Stabschef John Kelly ausgeschieden. Im Bereich Kommunikation hatten auch unter anderem die Kommunikationschefs Hope Hicks und Anthony Scaramucci aufgegeben.

          Weitere Themen

          Die Loyalität zahlt sich aus

          Trump erlässt Stone Strafe : Die Loyalität zahlt sich aus

          Bislang schreckte Donald Trump davor zurück, direkte Mitarbeiter seiner Kampagne zu begnadigen. Nun hat Amerikas Präsident die Strafe für seinen ehemaligen Berater Roger Stone ausgesetzt. Ist das Verrat an seinem Amt?

          Duda gewinnt polnische Präsidentschaftswahl Video-Seite öffnen

          Knappes Rennen : Duda gewinnt polnische Präsidentschaftswahl

          Polens nationalkonservativer Präsident Andrzej Duda bleibt im Amt: Laut die Wahlkommission setzte sich der 48-jährige Amtsinhaber bei der Stichwahl knapp gegen seinen pro-europäischen Herausforderer Rafal Trzaskowski durch.

          Topmeldungen

          Zu beantworten: Weshalb ist nicht zu ermitteln, woher die mit „NSU 2.0“ gezeichneten Schreiben stammen?

          Nach Drohmails gegen Wissler : Warum sind die Ermittlungen bisher erfolglos?

          Die Drohmails gegen die Linken-Vorsitzende im Landtag sorgen auch innerhalb der Sicherheitsbehörden für Streit. In den Vordergrund rückt die Frage, weshalb nicht zu ermitteln ist, woher die mit „NSU 2.0“ gezeichneten Schreiben stammen.
          Polizisten vor einem Waldstück an einer Straße bei Oppenau, wo mit einem Großaufgebot nach dem Flüchtigen gesucht wird.

          Dienstwaffen-Räuber geflüchtet : Im Schwarzwald versteckt

          Weiterhin ist der Mann, der in Oppenau im Schwarzwald vier Polizisten entwaffnet haben soll, auf der Flucht. Es ist nicht das erste Mal, dass der Verdächtige strafrechtlich auffällig wird. Ein ehemaliger Vermieter berichtet zudem von einem Waffenlager.
          Wie weiter? Linda Teuteberg und Christian Lindner vergangenen April auf dem Bundesparteitag in Berlin

          FDP in der Krise : Wenn das Zugpferd lahmt

          Die FDP dümpelt nur noch bei fünf Prozent, ihr Vorsitzender Christian Lindner wirkt unmotiviert und auch an Linda Teuteberg gibt es Zweifel. Sind die Tage der Generalsekretärin gezählt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.