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Haushaltsstreit : Trumps Shutdown wird zur längsten Haushaltssperre in Amerikas Geschichte

  • Aktualisiert am

Weißes Haus in Washington: Der längste Shutdown in der amerikanischen Geschichte dauert an. Bild: AFP

Der Shutdown in Washington geht in den 22. Tag. Noch nie waren Teile der amerikanischen Regierung wegen eines Haushaltsstreits so lange lahmgelegt. Hunderttausende müssen auf ihre Gehälter warten.

          Der teilweise Stillstand der Regierungsgeschäfte unter dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat in der Nacht zum Samstag einen neuen Rekord als längster Shutdown in der Geschichte der Vereinigten Staaten aufgestellt. Den bisher längsten Shutdown von 21 Tagen gab es in den 1990ern unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton.

          Der akteuelle Shutdown geht nun in den 22. Tag. Grund für die Haushaltssperre ist der Streit zwischen Trump und den Demokraten über das vom Präsidenten geforderte Geld für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Der Regierungsstillstand betrifft rund 25 Prozent der Bundesbehörden und etwa 800.000 Bundesbedienstete. 420.000 von ihnen müssen trotz der Finanzsperre weiter arbeiten, da ihre Arbeit als unverzichtbar gilt. Die übrigen rund 380.000 wurden in den Zwangsurlaub geschickt.

          Hunderttausende erhalten keine Gehälter

          Der Shutdown führt zum vorübergehenden Stopp der Gehaltszahlungen an die betroffenen Beschäftigten. Nachdem Ende Dezember noch die Gehälter ausgezahlt worden waren, bekam erstmals an diesem Freitag ein Großteil der rund 800.000 betroffenen Bediensteten den Shutdown in Form ausgebliebener Gehaltszahlungen schmerzlich zu spüren.

          Die Gehälter werden zwar nachträglich ausgezahlt, wenn die Haushaltssperre aufgehoben ist. Für viele Betroffene führt die Sperre aber schon jetzt zu erheblichen Schwierigkeiten, da es ihnen an Ersparnissen fehlt. Hypothekenzahlungen oder Mieten, Kreditkartenrechnungen oder die Abzahlung von Autos werden zum Problem.

          Manche Bundesbeschäftigte betätigen sich deswegen bereits in Nebenjobs, etwa als Uber-Fahrer oder Babysitter. Manche verkaufen über das Internet Gegenstände aus ihrem Besitz, um über die Runden zu kommen.

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