https://www.faz.net/-gpf-9nykw

Russland-Untersuchung : Frühere Trump-Mitarbeiterin will mit Kongress kooperieren

  • Aktualisiert am

Hope Hicks, hier am 29. März 2018 vor dem Weißen Haus mit dem Präsidenten Donald Trump, war Kommunikationsdirektorin der Regierungszentrale. Bild: AFP

Mehrere Monate war Hope Hicks Kommunikationsdirektorin des Weiße Hauses, doch bei ihrer Aussage vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses könnten einige Fragen unbeantwortet bleiben.

          Die frühere Kommunikationschefin des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Hope Hicks, hat einer Aussage vor dem Kongress zugestimmt. Der Vorsitzende des Justizausschusses, der Demokrat Jerry Nadler, kündigte am Mittwoch auf Twitter an, Hicks werde am Mittwoch kommender Woche vor dem Gremium erscheinen. Geplant sei, später eine Mitschrift der Befragung zu veröffentlichen. Hicks kommt damit einer Vorladung des Ausschusses nach.

          Die „Washington Post“ hatte zuvor berichtet, Hicks wolle hinter verschlossenen Türen aussagen. Es könne sein, dass sie viele Fragen des Gremiums nicht beantworten werde und sich dabei auf eine Weisung aus dem Weißen Haus berufe. Die Regierungszentrale habe Hicks angewiesen, nicht mit dem Ausschuss zu kooperieren.

          Hicks hatte mehrere Monate als Kommunikationsdirektorin für den Präsidenten gearbeitet und das Weiße Haus im Frühling 2018 verlassen. Inzwischen arbeitet sie für das Medienunternehmen 21st Century Fox.

          Insgesamt war sie mehr als drei Jahre für Trump tätig gewesen und hatte auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam 2016 gemacht. Sie zählte zu den wenigen Personen, die nicht zu seiner Familie, aber trotzdem zum innersten Kreis der Vertrauten gehörten. Trump hatte sie einst als eine „weitere Tochter“ bezeichnet. Ihre Beziehung zur Familie hatte sie als Model für die Modelinie von Trumps Tochter Ivanka begonnen.

          Die Demokraten im Kongress haben diverse Personen aus Trumps Umfeld vorgeladen und von ihnen Unterlagen angefordert, um auch nach dem Abschluss der Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller offenen Fragen in der Affäre nachzugehen. Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampfteam von Trump geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf und ob Trump später, als er schon Präsident war, die Justizermittlungen dazu behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus in den Präsidentschaftswahlkampf 2016.

          Weitere Themen

          Ausschreitungen und Festnahmen in Paris

          Bei Klimaprotesten : Ausschreitungen und Festnahmen in Paris

          Zerschlagene Fensterscheiben, brennende E-Scooter, geplünderte Geschäfte: In Paris haben sich Gewaltbereite unter Klimademonstranten gemischt und sich Gefechte mit der Polizei geliefert. Auch etliche „Gelbwesten“ zogen durch die Stadt.

          Topmeldungen

          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
          Pendler auf der London Bridge

          Mobilität : Wie London die Verkehrsflut meistert

          Die größte Stadt Europas baut ihr Bahnnetz aus und nutzt Big-Data-Analysen, um die U-Bahn zu verbessern. Ein anderes Verkehrsmittel soll hingegen aus der City verbannt werden – und das schon diesen Sonntag.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          „Je suis climate“: Eine junge Frau protestiert fürs Klima.

          Bei Klimaprotesten : Ausschreitungen und Festnahmen in Paris

          Zerschlagene Fensterscheiben, brennende E-Scooter, geplünderte Geschäfte: In Paris haben sich Gewaltbereite unter Klimademonstranten gemischt und sich Gefechte mit der Polizei geliefert. Auch etliche „Gelbwesten“ zogen durch die Stadt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.