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Trumps Außenpolitik : Diplomatisches Stückwerk

  • -Aktualisiert am

Beim Gipfeltreffen in Singapur: Amerikas Präsident Donald Trump (rechts) und Kim Jong-un, Nordkoreas Machthaber. Bild: dpa

Venezuela, Nordkorea, Iran: Der amerikanische Präsident Donald Trump ist momentan außenpolitisch an einigen heiklen Schauplätzen beschäftigt. Er selbst zieht eine durchweg positive Bilanz.

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          In der kolumbianischen Hauptstadt war am Montag das amerikanische Dilemma zu besichtigen. Nachdem sich die Lage in Venezuela am Wochenende zugespitzt hatte, traf Vizepräsident Mike Pence am Montag auf einem Regionalgipfel in Bogotá mit Juan Guaidó zusammen. Vor dem Gespräch mit dem Mann, den die meisten Länder Amerikas und Europas als Übergangspräsidenten anerkannt haben, hieß es, Pence wolle „konkrete Schritte“ ankündigen, um das Regime von Nicolás Maduro in Caracas weiter unter Druck zu setzen. Das könnte schärfere Sanktionen beinhalten.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Ähnlich hatte sich zuvor Außenminister Mike Pompeo geäußert. Nachdem Sicherheitskräfte des Maduro-Regimes gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen waren, hatte er „Maßnahmen“ angekündigt gegen jene, die sich der friedlichen Wiederherstellung entgegenstellten. Pompeo sprach zwar gewiss nicht zufällig von „friedlicher Wiederherstellung“. Nur auf Nachfrage bekräftigte er die Worte Präsident Donald Trumps mit Blick auf ein mögliches militärisches Eingreifen: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch.“ Sollte Guaidó, so die Interpretation in Washington, auf eine unmittelbar bevorstehende militärische Intervention hoffen, so werde man ihn enttäuschen müssen.

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