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Trump zu Iran : Sind bereit für Schlimmstes – aber auch für Vernunft

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Trump drohte Iran zum wiederholten Mal mit Konsequenzen. Bild: AP

Außenpolitischer Rundumschlag: Der amerikanische Präsident will im Konflikt mit Iran abwarten, Afghanistan befrieden und in der Kaschmir-Frage vermitteln. Mit einem Streit in seiner Heimat möchte er sich dagegen lieber nicht auseinandersetzen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Iran angesichts zunehmender Spannungen abermals mit Konsequenzen gedroht. „Wir sind bereit für das absolut schlimmste Szenario – und wir sind auch bereit dafür, Vernunft walten zu lassen“, sagte Trump am Montag in Washington. „Es könnte sehr leicht in beide Richtungen gehen.“ Trump beklagte: „Es fällt mir zunehmend schwer, einen Deal mit dem Iran zu wollen, weil sie sich sehr schlecht benehmen.“ Er betonte aber auch, er wolle sich zunächst zurücklehnen und abwarten. Der Iran stecke wirtschaftlich und politisch in großen Schwierigkeiten.

          Der Präsident warf Iran vor, Lügen zu verbreiten. „Sie lügen viel“, sagte er. Die Vereinigten Staaten hätten vor wenigen Tagen eine iranische Drohne vernichten müssen. Teheran behaupte aber, dies sei nicht passiert. Dabei gebe es ausreichend Beweise. „Schauen Sie auf dem Meeresboden nach“, sagte er an die Adresse anwesender Journalisten. „Nehmen Sie Ihre Tauchausrüstung und gehen Sie da runter.“

          Trump hatte in der vergangenen Woche verkündet, die Crew eines amerikanischen Marineschiffes habe in der Straße von Hormuz eine iranische Drohne zerstört, weil diese dem Schiff bedrohlich nahe gekommen sei. Die iranische Regierung dementierte das jedoch umgehend und mutmaßte, die Amerikaner hätten wohl aus Versehen eine eigene Drohne abgeschossen.

          Der Präsident sagte wieder, auch die CIA-Geschichte, die Teheran verbreite, treffe nicht zu. Dies seien nichts als Lügen und Propaganda. Iran hatte am Montag mitgeteilt, man habe ein Netzwerk des amerikanischen Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen drohe die Todesstrafe.

          „Ich möchte nur nicht zehn Millionen Menschen töten“

          Im Gegensatz zu dem Konflikt mit Iran sieht Trump Erfolge bei den Friedensbemühungen für Afghanistan. Die Vereinigten Staaten hätten in den vergangenen Wochen „große“ Fortschritte gemacht, sagte Trump am Montag bei einem Treffen mit dem pakistanischen Premierminister Imran Khan in Washington. Trump erklärte, Pakistan werde den Vereinigten Staaten bei dem Prozess helfen und so dazu beitragen, die amerikanischen Truppen aus dem Land abzuziehen. Er betonte, dass er eine friedliche Lösung wolle. „Wenn wir einen Krieg in Afghanistan führen und gewinnen wollten, könnte ich diesen Krieg in einer Woche gewinnen. Ich möchte nur nicht zehn Millionen Menschen töten.“

          Khan sagte bei dem Treffen, dass es keine militärische Lösung für Afghanistan geben könne. Der Besuch des Premiers in Washington kommt zu einer Zeit, in der intensive Bemühungen um eine politische Lösung des langjährigen Konflikts laufen. Die Vereinigten Staaten sprechen seit Juli des Vorjahres direkt mit Vertretern der Taliban über Wege zum Frieden. In den Gesprächen geht es vor allem um den Abzug von Truppen sowie um Garantien, dass Afghanistan kein sicherer Zufluchtsort für Terroristen wird.

          Pakistan wird immer wieder großer Einfluss auf die afghanischen Taliban nachgesagt. Viele Taliban-Führer sollen mit ihren Familien in der südwestlichen Provinz Baluchistan leben. Analysten zufolge ist eine Kooperation Pakistans notwendig, um dauerhaften Frieden in Afghanistan zu erreichen.

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