https://www.faz.net/-gpf-8vzrd

Donald Trump über Nordkorea : „Sie haben mit uns gespielt“

  • Aktualisiert am

Diplomatie per Twitter: nichts Neues bei Donald Trump Bild: AFP

Auf Twitter wirft der amerikanische Präsident Nordkorea schlechtes Benehmen vor. Trumps Außenminister bringt derweil eine andere Möglichkeit ins Spiel, um auf Pjöngjangs Provokationen zu reagieren.

          1 Min.

          Amerikas Präsident Donald Trump hat im sich verschärfenden Konflikt mit Nordkorea Chinas Haltung in Frage gestellt. „Nordkorea benimmt sich sehr schlecht“, schrieb Trump am Freitag über den Kurznachrichtendienst Twitter. „Sie haben jahrelang mit den Vereinigten Staaten gespielt.“ China habe in dem Konflikt wenig getan, um zu helfen.

          Zuvor hatte Außenminister Rex Tillerson bereits eine härtere Gangart der Vereinigten Staaten gegen Nordkorea angekündigt. Die Politik der strategischen Geduld, betrieben von Trumps Vorgänger Barack Obama, sei beendet, sagte Tillerson in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Die Vereinigten Staaten loteten „eine Reihe neuer diplomatischer, sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Maßnahmen“ im Umgang mit Pjöngjang aus.

          Die bisherige Politik Amerikas und andere Bemühungen um ein atomwaffenfreies Nordkorea seien gescheitert, sagte Tillerson. Militärische Aktionen der Vereinigten Staaten nannte er eine Option.

          Vorausgegangen waren mehrere Raketentests Nordkoreas, mit denen die Regierung des kommunistischen Landes internationale Regeln verletzte. Einige der Tests seien dazu bestimmt gewesen, Angriffe auf amerikanische Stützpunkte in Südkorea und Japan zu proben, hatte es aus Pjöngjang geheißen.

          China hatte Anfang März vor einem drohenden „Frontalzusammenstoß“ mit Nordkorea gewarnt und die Vereinigten Staaten und Südkorea zu einem Kompromiss aufgefordert. Zur Rückkehr an den Verhandlungstisch schlug Außenminister Wang Yi vor, dass Nordkorea seine Atom- und Raketenaktivitäten aussetzt und im Gegenzug die Vereinigten Staaten und Südkorea ihre groß angelegten Militärmanöver einstellen. Ein solcher Kompromiss werde helfen, „aus dem Sicherheitsdilemma herauszukommen“, sagte Wang Yi während der Jahrestagung des Volkskongresses vor der Presse. Washington wollte die Militärmanöver mit Südkorea aber fortsetzen.

          Weitere Themen

          Die Welt steht in Flammen Video-Seite öffnen

          Greta Thunberg : Die Welt steht in Flammen

          Die junge Klimaschützerin aus Schweden sagt beim Weltwirtschaftsforum in Davos, es gehe nicht um Parteipolitik. Weder die Rechte noch die Linke noch die Mitte hätten Lösungen für die Klimakrise.

          Topmeldungen

          Impeachment-Verfahren im Senat : Scheitern mit Ansage

          Gut zwölf Stunden dauerte der erste Tag des Prozesses gegen Donald Trump im Senat. Dabei ging es nur um die Verfahrensregeln. Die Demokraten stellten lauter Änderungsanträge. Die Republikaner schmetterten alles ab.
          Löst das Welthunger-Problem auch nicht: Ein als Ronald McDonald verkleideter Demonstrant fordert an Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums in Davos, „Eat the Rich“.

          Alles Öko? : Tage der Moralisten

          „Öko“ regiert Davos und die Grüne Woche: Alle ächzen unter der moralischen Last der Bewegung, nicht einmal die Biobauern atmen auf. Denn wer die Welt ernähren will, hat es schwer, die höchsten ethischen Standards zu erfüllen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.