https://www.faz.net/-gpf-9zx4h

Trump und Twitter : Zwei wie Pech und Schwefel

Dem amerikanischen Präsidenten geht es im Rosenkrieg mit Twitter nur um eines: Er will seine Posaune behalten.

          1 Min.

          Trump und Twitter waren jahrelang ein Paar wie Pech und Schwefel. Twitter gab dem amerikanischen Präsidenten die Möglichkeit, vollkommen frei seine Ansichten, „alternativen Fakten“ und Anschuldigungen zu verbreiten. Dieser Stoff lockte Millionen von Usern an, was gut für den Konzern war. Weil Twitter nun aber nicht mehr Trumps Haussender sein will, der jederzeit kommentarlos sendet, was der Chef im Weißen Haus absondert, ist Sand ins Getriebe dieses gut funktionierenden Geschäfts geraten. Seither erklären Trump und Twitter sich jeweils zum Hüter der Meinungsfreiheit und werfen sich wechselseitig vor, sie abschaffen zu wollen.

          Dieser Rosenkrieg hat wieder ans Licht gebracht, dass es den großen Netzwerken bislang weitgehend selbst überlassen wurde, wie sie mit falschen Darstellungen, Schmähungen und Hetze umgehen. Anders als etwa Zeitungshäuser müssen sie nicht für das haften, was auf ihren Seiten verbreitet wird. Hinter Trumps Verfügung steht die Drohung, dieses Privileg zu verkleinern oder gar zu streichen.

          Das würde das Geschäftsmodell der Netzwerke schwer treffen, aber auch Trumps eigene Kommunikationsmöglichkeiten einschränken. Ihm geht es nicht um die Qualität der Debatten im Netz. Er will auch weiterhin eine digitale Posaune zur Verfügung haben, mit der er nach Belieben hinausposaunen kann, was ihm gerade nützlich erscheint, ob es stimmt oder nicht.

          Weitere Themen

          Verbindliche Frauenquote in der CDU?

          Parität binnen drei Jahren : Verbindliche Frauenquote in der CDU?

          Nach einem Berichtt will die CDU-Vorsitzende den Frauenanteil bei Parteiämtern und öffentlichen Mandaten in der CDU binnen drei Jahren auf 50 Prozent erhöhen. Zudem will Kramp-Karrenbauer Homosexuelle in der Partei als Organisation anerkennen.

          Rapper Kanye West will Präsident werden Video-Seite öffnen

          Er fordert Trump heraus : Rapper Kanye West will Präsident werden

          Rap-Mogul Kanye West will Präsident Donald Trump bei der Wahl im November herausfordern. Der Musiker und milliardenschwere Unternehmer, der sich in der Vergangenheit als Trumps Unterstützer hervorgetan hatte, teilte seine Ambitionen via Twitter mit.

          Topmeldungen

          Aufregung in Spanien : Barcelona wittert Verschwörung im Videokeller

          Hartnäckig hält sich die Legende, Real Madrid gewinne seine Titel mit Hilfe der Schiedsrichter. Nun entscheidet der Videoreferee mehrfach für die Königlichen. Die Gegner schimpfen. Dafür erhält Real unerwartete Rückendeckung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.