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Trump über Jeff Sessions : „Ich habe keinen Justizminister“

  • Aktualisiert am

In Trumps Fadenkreuz: Amerikas Justizminister Jeff Sessions Bild: Reuters

Der amerikanische Präsident macht Jeff Sessions unter anderem dafür verantwortlich, dass die Russland-Ermittlungen noch laufen. Außerdem sei dieser auch schuld daran, dass es immer noch illegale Immigration gebe.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seinen Justizminister Jeff Sessions abermals verbal scharf angegriffen. „Ich bin nicht glücklich mit zahlreichen Dingen“, sagte Trump am Mittwoch dem Onlineportal Hill.TV mit Blick auf die Arbeit seines Ministers. „Ich habe keinen Justizminister. Es ist sehr traurig“, sagte Trump. Damit schien er den Druck auf Sessions, zurückzutreten, weiter zu erhöhen.

          Trump hat sich schon seit längerem auf Sessions eingeschossen und setzt seinen Justizminister unter Dauerdruck. Konkret kritisierte Trump Sessions am Mittwoch abermals dafür, dass er sich aus den Ermittlungen in der Russlandaffäre zurückgezogen hat und übte zudem Kritik an Sessions, weil nach wie vor illegale Einwanderer über die mexikanische Grenze in die Vereinigten Staaten kommen.

          Der in der Russland-Affäre massiv unter Druck stehende Präsident hatte Sessions Anfang August angewiesen, die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu den mutmaßlichen russischen Einmischungen in den Präsidentenwahlkampf 2016 „unverzüglich“ zu beenden. Dabei ignorierte er, dass Sessions gar nicht für Mueller zuständig ist. Der Minister hatte sich kurz nach seinem Amtsantritt wegen seiner Rolle in Trumps Wahlkampfteam für befangen erklärt und aus den Ermittlungen zurückgezogen.

          Die Oberaufsicht über die Russland-Ermittlungen führt seitdem Vizejustizminister Rod Rosenstein. Er setzte Mueller im Mai 2017 als Sonderermittler ein. Mit diesem Vorgehen zog Sessions den Zorn Trumps auf sich.

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