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Vase aus Nordkorea? : Trump spielt Drohung aus Pjöngjang herunter

  • Aktualisiert am

Donald Trump am Dienstag in Florida Bild: AFP

Das von Nordkorea angedrohte „Weihnachtsgeschenk“ sieht der amerikanische Präsident entspannt. Er werde sich um Überraschungen kümmern, wenn sie einträten, sagt Donald Trump.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angesichts eines möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Raketentests Nordkoreas als „Weihnachtsgeschenk“ Gelassenheit demonstriert. „Wir werden sehen, was passiert. Vielleicht ist es ein schönes Geschenk. Vielleicht ist es ein Geschenk, mit dem er mir eine schöne Vase im Gegensatz zu einem Raketentest schickt“, sagte Trump am Dienstag vor Journalisten, nachdem er per Videoschalte mit amerikanischen Soldaten in aller Welt telefoniert hatte. Der Präsident verbringt Weihnachten in seinem Anwesen in Palm Beach in Florida.

          Im Atomkonflikt mit Nordkorea mehren sich Sorgen, dass die Führung in Pjöngjang angesichts der stagnierenden Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wieder auf Eskalation setzen könnte. Nordkorea hatte den Vereinigten Staaten eine Frist bis Jahresende gesetzt, um im Ringen um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm Entgegenkommen zu zeigen. Außerdem stellte die Führung Nordkoreas ein „Weihnachtsgeschenk“ in Aussicht, dessen Inhalt von neuen Vorschlägen aus Washington für Verhandlungen abhänge.

          „Wir werden herausfinden, was die Überraschung ist, und werden damit umgehen“, sagte Trump. Jeder habe Überraschungen für ihn und er kümmere sich darum, wenn sie einträten.

          Trumps Bemühungen, Nordkorea zur atomaren Abrüstung zu bewegen, blieben trotz dreier Treffen mit Machthaber Kim Jong-un und vieler warmer Worte erfolglos. Trump betont immer wieder, er habe ein gutes Verhältnis zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un.

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