https://www.faz.net/-gpf-9v8j0

Mit Staaten aus Nahem Osten : Trump schlägt Nato-Erweiterung vor

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus Bild: AFP

Als großer Freund der Nato hat sich der amerikanische Präsident bisher nicht entpuppt. Nun schlägt er jedoch vor, das Militärbündnis zu erweitern. Auch einen Namen hat Trump schon im Kopf.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat eine Erweiterung der Nato mit Staaten aus dem Nahen Osten ins Spiel gebracht. „Ich denke, die Nato sollte vergrößert werden und wir sollten den Nahen Osten aufnehmen“, sagte Trump am Donnerstag zu Journalisten im Weißen Haus. Die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) stelle ein internationales Problem dar. Bei der Bekämpfung könnten weitere Länder behilflich sein.

          Man könne das Bündnis in NATO-ME umbenennen, scherzte Trump. Das Kürzel ME würde dabei für Middle East – also Naher Osten – stehen. Er habe den Namen bereits Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vorgeschlagen.

          Am Mittwoch hatte Trump wegen der Spannungen mit Iran und der brisanten Sicherheitslage in der Golfregion bereits angeregt, dass sich das Verteidigungsbündnis deutlich stärker im Nahen Osten engagiert.

          Aufgrund der veränderten Sicherheitslage nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani setzte die Nato zuletzt ihre Ausbildungsmission im Irak aus und verlegte Teile ihrer Truppen an andere Orte innerhalb des Landes sowie ins Ausland. Der Einsatz soll die irakischen Streitkräfte eigentlich in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken der Terrormiliz IS zu verhindern. Dazu schulen mehrere hundert Ausbilder irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen.

          Die Nato wurde 1949 gegründet. Sie besteht aus 29 europäischen und nordamerikanischen Mitgliedstaaten.

          Weitere Themen

          Kein „Tschernobyl-Moment“

          FAZ Plus Artikel: Coronakrise : Kein „Tschernobyl-Moment“

          Chinas Führung kämpft gegen unliebsame Informationen über das Coronavirus. Jetzt hat Staatschef Xi gesprochen. Das zeigt, dass die Lage ernst ist. Problem: Wenn Xi im Spiel ist, muss alles besser werden – zumindest offiziell.

          Topmeldungen

          Coronakrise : Kein „Tschernobyl-Moment“

          Chinas Führung kämpft gegen unliebsame Informationen über das Coronavirus. Jetzt hat Staatschef Xi gesprochen. Das zeigt, dass die Lage ernst ist. Problem: Wenn Xi im Spiel ist, muss alles besser werden – zumindest offiziell.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.