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Strafzölle geplant : Trump wettert gegen Deutschland

  • Aktualisiert am

Donald Trump bei einer Kabinettssitzung am Donnerstag im Weißen Haus Bild: MICHAEL REYNOLDS/POOL/EPA-EFE/RE

Der amerikanische Präsident wiederholt seine scharfen Worte gegen die deutsche Handels- und Verteidigungspolitik. Noch am Donnerstag soll eine Entscheidung über Strafzölle fallen.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Deutschland wegen seiner Handels- und Verteidigungspolitik hart kritisiert. Trump sagte am Donnerstag in Washington zu den von ihm geplanten Strafzöllen auf Aluminium und Stahl, die Vereinigten Staaten seien von einigen Ländern im Handel und bei der Verteidigung „über die Jahre enorm ausgenutzt“ worden.

          In diesem Zusammenhang nannte Trump Deutschland und die aus seiner Ansicht zu niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben. Die Vereinigten Staaten gäben einen deutlich höheren Anteil ihres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung aus als Deutschland. Das sei „nicht fair“.

          Der Handel und das Militär gingen „bis zu einem gewissen Grad Hand in Hand“. Damit stellte Trump einen direkten Zusammenhang zwischen Handelsfragen und Verteidigungspolitik her.

          Die Bemerkungen des amerikanischen Präsidenten deuten darauf hin, dass er keine Ausnahmen für Deutschland bei den von ihm geplanten Strafzöllen auf Aluminium und Stahl plant. Vor Tagen hatte das Weiße Haus angekündigt, für einige Länder auf Stahl 25 Prozent und auf Aluminium zehn Prozent Zölle erheben zu wollen. Dagegen stellte er eine Ausnahmeregelung für Kanada, Mexiko und Australien in Aussicht. Der Streit um die Handelspolitik Amerikas hat Trumps Wirtschaftsberater am Dienstag zum Rücktritt bewogen. Gary Cohn galt als Anti-Protektionist.

          Die endgültige Entscheidung wird für Donnerstagnachmittag (Ortszeit) erwartet.

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