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Donald Trump : „Und dann wollen sie, dass wir sie fröhlich verteidigen“

  • Aktualisiert am

Donald Trump und seine Gattin Melania landen in Brüssel. Bild: Reuters

Kurz vor dem Nato-Gipfel nutzt Donald Trump die Zeit im Flieger, um seine Position zu untermauern. Im Streit um die Verteidigungsbudgets bringt er nun eine kostspielige Lösung ins Spiel.

          Auf dem Weg zum Nato-Gipfel nach Brüssel hat der amerikanische Präsident Donald Trump nochmals den Druck auf die Partner zur erhöhen versucht. In einer aus der Präsidentenmaschine Air Force One abgesetzten Botschaft kritisierte Trump nicht nur abermals, dass viele Nato-Partner hinter dem Ziel der Steigerung ihrer Verteidigungsbudgets auf zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zurück lägen. Er schlug zudem vor, sie sollten den Vereinigten Staaten Verteidigungskosten "zurückerstatten".

          Viele Nato-Staaten seien „seit vielen Jahren überfällig bei Zahlungen, die nicht geleistet wurden“, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er fügte hinzu: „Werden sie es den USA zurückbezahlen?“

          Nur zwei Stunden später legte er nochmal nach und warf der europäischen Union vor, den Handel der amerikanischen Unternehmen und Produzenten innerhalb Europas „unmöglich zu machen.“ Im Gegenzug wolle die EU aber den Schutz der Nato: „Sie wollen, dass wir sie fröhlich verteidigen auch auch noch dafür zahlen. Das funktioniert einfach nicht!“ Sein Ärger richtet sich nicht zuletzt gegen Deutschland, dessen Verteidigungsbudget nach einer aktuellen Nato-Schätzung bei 1,24 Prozent des BIP liegt. Dagegen investieren die vereinigten Staaten demnach 3,5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in die Verteidigung.

          Beim Nato-Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel dürfte der Streit um die Verteidigungsausgaben im Mittelpunkt stehen. Bereits kurz vor seinem Abflug hatte Trump getwittert: „Nato-Länder müssen mehr zahlen, die Vereinigten Staaten müssen weniger zahlen. Sehr unfair!“

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