https://www.faz.net/-gpf-9ozpg

Eine Million betroffen : Trump kündigt Großrazzien gegen illegale Einwanderer an

  • Aktualisiert am

Donald Trump am Freitag in Washington Bild: AFP

„Sie werden die Leute herausholen und zurück in ihre Länder schicken“: Trump will landesweit nicht registrierte Migranten ausfindig machen und abschieben. Auch Familien, deren Kinder in Amerika geboren sind, könnten betroffen sein.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat landesweite Razzien gegen nicht registrierte Migranten an diesem Wochenende angekündigt. Die Einwanderungsbehörde ICE werde damit am Sonntag beginnen, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. „Sie werden die Leute herausholen und zurück in ihre Länder schicken.“

          Der Fokus der Behörden liege auf Einwanderern, die wegen Straftaten verurteilt wurden, etwa Mitglieder krimineller Banden. Diese würden entweder abgeschoben oder kämen in den Vereinigten Staaten in Haft. Aber auch Migranten, die sich außer des illegalen Grenzübertritts nichts zuschulden kommen ließen, seien Ziele der Razzien.

          Medienberichten zufolge dürfte der Schwerpunkt der Razzien auf den zehn größten Städten der Vereinigten Staaten liegen und auf Menschen ausgerichtet sein, deren Abschiebung bereits gerichtlich angeordnet wurde. Sie könnten demnach etwa Familien treffen, die seit vielen Jahren in Amerika leben, Betriebe und Eigentum haben und deren Kinder in den Vereinigten Staaten geboren wurden.

          Abschiebeanordnungen gegen eine Million Migranten

          Die oppositionellen Demokraten und Menschenrechtsorganisationen kritisierten die geplanten Razzien. Dadurch würden „Kinder in Angst und Schrecken versetzt und Familien zerrissen“, sagte die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

          Nach Angaben des Instituts Pew Research Center leben etwa 10,5 Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere in Amerika. Zwei Drittel von ihnen befinden sich seit mehr als zehn Jahren in dem Land. Laut der Einwanderungsbehörde liegen Abschiebeanordnungen gegen etwa eine Million Migranten vor.

          Trump hatte aus dem Vorgehen gegen illegale Einwanderer einen Schwerpunkt seiner Politik gemacht. Insbesondere an der Grenze zu Mexiko versucht der amerikanische Präsident, die Zahl illegaler Einreisen durch eine scharfe Abschottungspolitik zu senken.

          Weitere Themen

          Zeugenaussage belastet Trump Video-Seite öffnen

          Im Ukraine-Konflikt : Zeugenaussage belastet Trump

          Der amerikanische Chefdiplomat in der Ukraine, William Taylor, hat ausgesagt, dass Trump Bedingungen von Selenskyj für Militärhilfen gefordert hat.

          Topmeldungen

          Mario Draghi und seine Nachfolgerin Christine Lagarde.

          Wechsel an der EZB-Spitze : Draghi und die Deutschen

          Nirgendwo ist EZB-Präsident Mario Draghi auf so viel Protest gestoßen wie in Deutschland. Am Ende hat er die Macht der Europäischen Zentralbank überdehnt. Eine Bilanz.

          Ukraine-Affäre : Stehen die Republikaner weiter hinter Trump?

          Der amerikanische Botschafter in der Ukraine, William Taylor, hat Donald Trump vor dem Kongress schwer belastet. Die Republikaner reagierten mit Solidaritätsbekundungen, aber einige in der Partei setzen sich auch von ihrem Präsidenten ab.

          Sorgen beim FC Bayern : „Es muss alles besser werden“

          Drittes Spiel, dritter Sieg: Doch die Münchner zeigen in der Champions League in Piräus viele Mängel. Sportdirektor Salihamidzic übt deutliche Kritik. Dazu kommt Verletzungspech. Der nächste Spieler fehlt lange.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.