https://www.faz.net/-gpf-9fb78

Milliardär und Politiker : Trump-Kritiker Bloomberg kehrt zu Demokraten zurück

  • Aktualisiert am

Michael Bloomberg 2017 beim Klimagipfel in Paris Bild: dpa

In den vergangenen Jahren ist immer wieder spekuliert worden, er könnte für das Präsidentenamt kandidieren – vielleicht für die Demokraten? Für die hat sich der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg jetzt zumindest ins Wählerregister eintragen lassen.

          Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kehrt zu den Demokraten zurück. Der Milliardär und Kritiker des amerikanischen Präsidenten Donald Trump teilte am Mittwoch über soziale Medien mit, sich nach mehreren Jahren als Unabhängiger und als Republikaner wieder als Demokrat ins Wählerregister eingetragen zu haben.

          Die Demokraten seien wichtig für die gegenseitige Kontrolle, „die unser Land so dringend benötigt“, begründete er den Schritt. In entscheidenden Phasen der amerikanischen Geschichte seien es stets die Demokraten oder die Republikaner gewesen, die „als Bollwerk dienten gegen diejenigen, die unsere Verfassung bedrohen“.

          Will er Präsident werden?

          In den vergangenen Jahren war immer wieder spekuliert worden, Bloomberg könnte für das Präsidentenamt kandidieren. Im August hatte der „Guardian“ berichtet, der 76 Jahre alte Politiker erwäge, 2020 für die Demokraten in die Wahl zu ziehen.

          Bloomberg hatte seine politische Karriere ursprünglich als Demokrat begonnen. Nach mehreren Jahren wechselte er jedoch zu den Republikanern, bevor er 2001 als Kandidat für den Bürgermeisterposten in der größten amerikanischen Stadt antrat. 2007 trat er bei den Republikanern aus und wurde parteiunabhängig. Nach drei Amtszeiten als New Yorker Bürgermeister gab er den Posten 2013 ab.

          Bloomberg ist Gründer und Chef eines nach ihm benannten Medienunternehmens. Das Magazin „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 51,8 Milliarden Dollar. Mit seinem Geld hat er eine Reihe liberaler Anliegen unterstützt, wie den Kampf gegen den Klimawandel oder Waffengewalt. Zuletzt hat er insgesamt 100 Millionen Dollar an die Demokraten gespendet, um ihnen dabei zu helfen, Trumps Republikaner bei der Kongresswahl im November zu schwächen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klimapaket der Regierung : Worauf sich die Koalition geeinigt hat

          Die Spitzen der Koalition haben sich auf eine Klimastrategie geeinigt. Künftig müssen für CO2-Ausstoß Zertifikate gekauft werden, der Plan einer CO2-Steuer ist dafür vom Tisch. Für Bürger sollen im Gegenzug einige Entlastungen kommen.
          Millionen Zuschauer wollen die Fußball-Nationalmannschaft spielen sehen. Doch auf welchem Sender können sie das künftig?

          Telekom kauft alle Live-Rechte : Fußball-EM 2024 erstmals ohne ARD und ZDF

          Die Telekom hat sich die Live-Rechte an allen 51 Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland im Jahr 2024 gesichert. Das hat die F.A.Z. exklusiv erfahren. Damit gehen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und ZDF erstmals leer aus.

          Verfassungsschutz bei Youtube : Humor gegen Dschihadismus

          Nordrhein-Westfalens Verfassungsschutz will den Salafismus dort bekämpfen, wo er bisher freie Hand hatte: in der Youtube-Welt der Jugend. Ein Satire- und ein Informationsformat klären über das Thema auf.
          In einem Bierzelt wie diesem kam es auf der Münchner Wiesn zum sexuellen Übergriff.

          Übergriff auf dem Oktoberfest : Wiesn-Grabscher zu Geldstrafe verurteilt

          Im vergangenen Jahr kam es auf dem Münchner Oktoberfest zu einem sexuellen Übergriff, bei dem ein Mann einer Frau an Brust und Gesäß griff. Kurz vor Beginn des diesjährigen Fest ist nun das Strafmaß verkündet worden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.