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Militäroperation im Jemen : Trump greift McCain an

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Der amerikanische Präsident Donald Trump wetttert auf Twitter gegen den republikanischen Senator John McCain. Bild: AP

Der Umgang mit Kritik gehört nicht zu Trumps Stärken. Dass Senator John McCain die Militäroperation im Jemen, bei der Dutzende Zivilisten und ein amerikanischer Soldat starben, nicht als Erfolg bezeichnen will, bringt den Präsidenten in Rage.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump legt sich im Streit um eine Militäroperation der Vereinigten Staaten im Jemen mit dem republikanischen Senator John McCain an. McCain hatte Kritik an dem Einsatz geäußert, bei dem unter anderem zahlreiche Zivilisten und ein amerikanischer Soldat getötet worden sind. Es war die erste bekannte tödliche Militäraktion, die Trump als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte angeordnet hatte. Die Zeitung „New York Times“ urteilte: „Es ging schief, was schiefgehen konnte.“

          Trump wertet derweil die Militäraktion als Erfolg. Auf Twitter schrieb er am Donnerstag von einer „Gewinner-Mission“. Es sei kein Scheitern gewesen, wie McCain es darzustellen versuche. Der Senator solle nicht über Erfolg und Misserfolg von amerikanischen Militäreinsätzen in den Medien reden. „Das stärkt nur den Feind.“

          Ziel der Mission im Jemen war es, Handys und Computer mit wichtigen Daten aus einer Al-Qaida-Basis zu erbeuten. Doch die Terroristen hatten von dem Angriff erfahren und waren vorbereitet. In dem Feuergefecht mit 40 Bewaffneten wurden drei amerikanische Soldaten verletzt und einer getötet. Auch unter der Zivilbevölkerung kam es zu viele Opfern. Ein amerikanischer Hubschrauber im Wert von 75 Millionen Dollar wurde derart schwer beschädigt, dass er zerstört werden musste, um nicht den Terroristen in die Hände zu fallen. Die Handys und Computer der Terroristen konnten von den Spezialkräften jedoch gesichert werden.

          Präsident Trump hatte den Einsatz mit seinen militärischen Beratern parallel mitverfolgt und entschieden, dass er fortgesetzt werden sollte, nachdem bekannt geworden war, dass die Terroristen vorbereitet waren.

          McCain kontert Spicer

          Sean Spicer, der Sprecher des Weißen Hauses, hatte am Mittwoch gesagt, die Kritiker der Militär-Operation im Jemen sollten sich dafür entschuldigen, dass sie den Einsatz nicht als „Erfolg“ bezeichnet hatten. McCain reagierte sofort. „So etwas muss ich mir nicht anhören“, sagte der republikanische Senator zu einem Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg, nachdem er sich ein Video mit Spicers Botschaft angesehen hatte.

          McCain kämpfte als Marineflieger im Vietnamkrieg und erhielt während seiner militärischen Laufbahn zahlreiche Auszeichnungen. „Meine Vorgeschichte spricht für sich selbst“, kommentierte der republikanische Senator Spicers Aussage. Der 80 Jahre alte McCain ist als scharfer Trump-Kritiker bekannt und hat sich schon in anderen Fragen mit Trump und dessen Regierung angelegt.

          Spicers Äußerungen legen es allerdings nahe, dass der Trump-Sprecher Kritik an den militärischen Entscheidungen der Regierung als Attacken auf die amerikanische Armee als ganze darstellen will. Die Jemen-Operation sei auf jeden Fall ein Erfolg gewesen und habe wertvolle Informationen zur Vereitelung künftiger Anschläge geliefert, sagte Spicer. Alle, die etwas anderes behaupteten, müssten sich entschuldigen und erwiesen Ryan Owens einen schlechten Dienst. Owens ist der Soldat, der bei dem Einsatz im Jemen getötet worden war.

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