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Irritierende Äußerungen : Trump bietet Japan 25 Millionen Mexikaner an

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Wer will da schon zugreifen? Abe zu Gast bei Trump am 7. Juni im Weißen Haus Bild: Reuters

Amerikas Präsident verspricht Tokios Regierungschef Abe: Kämen die Migranten in sein Land, würde er bald sein Amt als Regierungschef verlieren.

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          Nach dem Eklat beim G7-Gipfel in Kanada sind weitere irritierende Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump bekannt geworden. Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet, sagte Trump bei einem Gespräch über Einwanderung zu Japans Regierungschef Shinzo Abe: „Shinzo, du hast dieses Problem nicht, aber ich kann dir 25 Millionen Mexikaner schicken und du wirst sehr bald nicht mehr im Amt sein.“

          Trumps Bemerkung habe im Raum für Irritationen gesorgt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen EU-Vertreter. Später habe Trump dann über Iran und Terrorismus geredet und zu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesagt: „Du müsstest darüber Bescheid wissen, Emmanuel, weil alle Terroristen in Paris sind.“

          Dem Bericht zufolge bezeichnete Trump zudem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mehrfach als „brutalen Killer“. Der amerikanische Präsident bezog sich demnach auf milliardenschwere Kartell- und Steuerstrafen für US-Technologiekonzerne in der EU.

          Trump hatte am Samstag vergangener Woche für einen Eklat beim Gipfeltreffen der G7-Staaten in Kanada gesorgt, als er die zuvor mühsam ausgehandelte Abschlusserklärung über Twitter wieder aufkündigte. Zur Begründung führte er an, dass Kanada weiter Gegenzölle auf die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium plant. Den kanadischen Regierungschef Justin Trudeau bezeichnete Trump deswegen als „sehr unehrlich und schwach“.

          Am Freitag hatte Trump Berichte über ein Zerwürfnis mit den anderen Gipfelteilnehmern zurückgewiesen und den „Fake-News-Medien“ vorgeworfen, nur die „schlechten“ Fotos von dem Gipfel zu zeigen. Ein Foto, das der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert getwittert hatte, zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die anderen Staats- und Regierungschefs stehend an einen Verhandlungstisch, während ihnen Trump als einziger sitzend und mit verschränkten Armen gegenüber sitzt. Trump verbreitete bei Twitter nun mehrere andere Fotos von der Szene.

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