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Fernsehansprache : Trump bezeichnet Lage an Südgrenze als Sicherheitskrise

  • Aktualisiert am

Präsident Donald Trump während der TV-Ansprache Bild: AFP

In einer Rede an die Nation wirft der Präsident den Demokraten vor, die Sicherheit Amerikas zu gefährden. „Wie viel Blut müssen wir noch vergießen?“, fragt er. Und fordert Geld für seine geplante Mauer.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Lage an der Grenze zu Mexiko als Krise bezeichnet und erneut Geld für den Bau einer umstrittenen Grenzmauer verlangt. In einer Rede an die Nation am Dienstagabend (Ortszeit) forderte Trump die oppositionellen Demokraten dazu auf, ihre Blockade im Kongress gegen die Finanzierung der Mauer zu beenden.

          Der teilweise Stillstand der Regierung sei nur darauf zurückzuführen, dass die Demokraten „Grenzsicherheit nicht finanzieren wollen“. Der Streit um die Grenzmauer ist der Grund für den „Shutdown“, der seit 18 Tagen jene Teile der Regierung lahmlegt, deren Finanzierung kurz vor Weihnachten ausgelaufen ist.

          „An unserer Südgrenze gibt es eine wachsende humanitäre und Sicherheitskrise“, sagte der Präsident. „Das ist eine humanitäre Krise, eine Krise des Herzens und eine Krise der Seele.“ Er fügte hinzu: „Das ist der Kreislauf des menschlichen Leids, von dem ich entschlossen bin, ihn zu beenden.“ Trump verwies darauf, wie gefährlich der Marsch für Migranten ist, die sich aus Lateinamerika auf den Weg in die USA machten. Er nannte auch mehrere Fälle, bei denen illegal eingewanderte Menschen Bürger getötet haben und stellte die Frage: „Wie viel Blut müssen wir noch vergießen, bevor der Kongress seine Arbeit macht?“

          Kein „Nationaler Notstand“

          Trump verkündete bei der im Fernsehen übertragenen Ansprache keinen „Nationalen Notstand“, wie es einige vermutet hatten. Er selbst hatte in den vergangenen Tagen gesagt, er erwäge einen solche Maßnahme. Sie würde ihm weitreichende Befugnisse geben. Trump könnte versuchen, die Mauer ohne Zustimmung durch den Kongress errichten zu lassen. Einen Ausnahmezustand wie in anderen Ländern, bei dem Gesetze oder Grundrechte außer Kraft gesetzt werden, würde das nicht bedeuten.

          Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und ihr Parteikollege, Senator Chuck Schumer, warfen Trump im Anschluss vor, eine Krisensituation zu fabrizieren. Vieles, was man von Trump während des Regierungsstillstandes gehört habe, sei voll von Fehlinformationen und sogar Bosheit gewesen, sagte Pelosi. Beide forderten Trump in ihrer ebenfalls im Fernsehen übertragenen Ansprache auf, den Regierungsstillstand zu beenden.

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