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Pressekonferenz mit May : Trump bekräftigt, Brexit „wird gut sein für das Land“

  • Aktualisiert am

Donald Trump mit Theresa May und den Ehepartnern der beiden am Dienstag in London Bild: Reuters

Der amerikanische Präsident hatte schon vor seiner Ankunft in London für Empörung gesorgt – mit Bemerkungen zur britischen Innenpolitik. Bei einer Pressekonferenz mit May bezieht er noch einmal deutlich Position.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien bekräftigt, was er in den vergangenen Jahren mehrmals wiederholt hat: Er glaube, der Brexit „wird gut sein für das Land“, sagte Trump am Dienstag nach einem Treffen mit der scheidenden britischen Premierministerin Theresa May bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in London. Er glaube, dass der Brexit auf jeden Fall passieren werde.

          Schon vor seiner Ankunft in London hatte Trump mit Bemerkungen über die britische Innenpolitik und eine Parteinahme für Boris Johnson für Empörung gesorgt.

          Trump lobt May

          Trotz ihres gescheiterten Brexit-Kurses lobte Trump am Dienstag May für deren Verhandlungsführung. May habe die Verhandlungen zu einem „sehr guten Punkt“ gebracht, sagte Trump. „Sie ist wahrscheinlich eine bessere Verhandlungsführerin als ich.“

          Trump fügte an Mays Adresse hinzu: „Vielleicht werden Sie nicht die Anerkennung bekommen, die Sie verdienen. Aber ich denke, Sie verdienen viel Anerkennung.“

          Trump nutzte die Pressekonferenz auch dazu, zu einer fairen Lastenteilung in der Nato aufzurufen. „Alle Mitglieder des Bündnisses müssen ihre Verpflichtungen erfüllen“, sagte er. Einige Mitglieder täten das nicht. „Das können wir nicht zulassen.“ Trump erwähnte keine Länder namentlich.

          In der Vergangenheit hatte der amerikanische Präsident in diesem Zusammenhang immer wieder Deutschland kritisiert. Trump wirft der Bundesregierung vor, die selbstgesteckten Ziele der Nato bei Verteidigungsausgaben nicht zu erfüllen. Trump und First Lady Melania waren am Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch im Vereinigten Königreich eingetroffen.

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