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Trotz Atomstreits : Teheran und Washington tauschen Gefangene aus

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Irans Außenminister Zarif begrüßt in Zürich den in den Vereinigten Staaten freigelassenen iranischen Wissenschaftler Massud Soleimani. Bild: AP

Iran hat den seit zwei Jahren inhaftierten amerikanischen Wissenschaftler Xiyue Wang freigelassen. Im Gegenzug kommt der in den Vereinigten Staaten gefangene iranische Wissenschaftler Massud Soleimani auf freien Fuß.

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          Iran hat einen Gefangenenaustausch mit den Vereinigten Staaten verkündet. Nach Angaben von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif soll ein im Iran inhaftierter amerikanischer Historiker gegen einen iranischen Biomediziner ausgetauscht werden. „Ich bin froh, dass Professor Massud Soleimani und Herr Xiyue Wang bald wieder mit ihren Familien vereint sind“, twitterte Sarif am Samstag. Er bedankte sich auch bei der Schweizer Botschaft in Teheran, die die Interessen der Vereinigten Staaten in Iran vertritt, für ihre konstruktive Rolle bei dem Austausch.

          Kurz nach Iran bestätigte der amerikanische Präsident Donald Trump den Austausch. „Nach mehr als drei Jahren als Gefangener im Iran kehrt Xiyue Wang in die USA zurück", erklärte Trump. Der in Peking geborene Forscher von der amerikanischen Universität Princeton war 2017 in Iran wegen Spionagevorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Wang hat die Spionagevorwürfe Irans stets vehement zurückgewiesen.

          Der Wissenschaftler Soleimani wurde 2018 bei seiner Einreise in Chicago verhaftet. Er wollte in Minnesota an einem biomedizinischen Seminar teilnehmen. Ihm wurde vorgeworfen, dass er biomedizinisches Material nach Iran schmuggeln wollte und damit gegen die amerikanischen Sanktionen verstoßen habe.

          In Iran sind mindestens vier weitere Amerikaner inhaftiert. Drei von ihnen haben auch die iranische Staatsbürgerschaft.Seit dem Amtsantritt von Trump haben sich die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran deutlich verschlechtert. Trump hatte unter anderem das internationale Atomabkommen mit Teheran aufgekündigt und neue Sanktionen verhängt.

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