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Langes Telefonat : Trump und Putin sprechen über Venezuela

  • Aktualisiert am

Donald Trump und Wladimir Putin bei einem Treffen in Helsinki im Juli 2018 Bild: AP

Es gab wohl einiges zu besprechen: Über eine Stunde telefonierte Donald Trump mit Wladimir Putin. Es ging um die Krise in Venezuela, aber auch um die Mueller-Untersuchungen.

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          Amerikas Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben telefonisch über die Krise in Venezuela beraten. Trump schrieb am Freitag auf Twitter, das mehr als einstündige Gespräch sei „sehr produktiv“ gewesen. Nach Angaben des Kreml wandte sich Putin allerdings gegen ausländische „Einmischung“ in die Venezuela-Krise – was als kritische Aussage zum amerikanischen Kurs verstanden werden kann.

          Der Machtkampf in Venezuela hatte zuletzt zu erheblichen Spannungen zwischen Washington und Moskau geführt. Washington unterstützt den Oppositionsführer und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, Moskau steht hinter dem linksgerichteten Staatschef Nicolás Maduro.

          Misstöne zwischen Außenministern

          Am Mittwoch hatten Amerikas Außenminister Mike Pompeo und sein russischer Kollege Sergej Lawrow in einem Telefonat die gegenseitige Beschuldigung erhoben, dass sich das jeweils andere Land in unzulässiger Weise in Venezuela einmische. Sie wollen Anfang kommender Woche am Rande eines Ministertreffens des Arktischen Rats über die Venezuela-Krise sprechen. Das Treffen des Gremiums, das sich unter anderem mit dem Umweltschutz am Nordpol und dem Klimaschutz befasst, beginnt am Montag in der nordfinnischen Stadt Rovaniemi.

          Pompeo hatte in seinem Telefonat mit Lawrow der russischen Regierung vorgeworfen, Venezuela zu „destabilisieren“. Lawrow wiederum beschuldigte Washington einer „zerstörerischen Einflussnahme“ in dem Land und des Völkerrechtsbruchs. Vor dem Telefonat hatte Pompeo eine militärische Intervention in Venezuela als „möglich“ bezeichnet, wenn diese „erforderlich“ sei. Er fügte aber hinzu, seine Regierung hoffe, dass es eine friedliche Lösung geben könne.

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          Über Ermittlungen geredet

          Das jetzige Telefonat zwischen Trump und Putin kam nach Angaben des Kreml auf Washingtons Initiative zustande. Trump schrieb bei Twitter, es sei neben Venezuela auch um Handelsfragen, die Ukraine, Nordkorea, die Atomwaffenkontrolle und „sogar“ um die Russland-Ermittlungen in den Vereinigten Staaten gegangen, die Trump erneut als „Hexenjagd“ bezeichnete.

          Er habe mit Putin über die Schlussfolgerung von Sonderermittler Robert Mueller gesprochen, wonach er keine Zusammenarbeit mit Russland eingegangen sei, sagte Trump. Darüber habe sich Putin amüsiert gezeigt. „Er sagte so etwas wie, dass es als Berg begann und als Maus endete“, so der Republikaner. „Aber er wusste das ja, weil er wusste, dass es keine Absprachen gab.“

          „Keine Einmischung“

          Trump schrieb, er habe schon lange vor der Mueller-Untersuchung gesagt, dass es eine „gute Sache“ und „keine schlechte Sache“ sei, mit Russland und China auszukommen. Im Weißen Haus sagte Trump nach dem Telefonat, Putin wolle sich nicht in den Venezuela-Konflikt einmischen und sei dort nur an „positiven Entwicklungen“ interessiert. Trump habe hervorgehoben, dass seine Regierung „auf der Seite des venezolanischen Volkes steht“, teilte seine Sprecherin Sarah Sanders mit.

          Den Kreml-Angaben zufolge betonte Putin seinerseits, dass „die Einmischung in innere Angelegenheiten und die Versuche eines Machtwechsels per Gewaltanwendung die Perspektiven für eine politische Lösung des Konflikts schmälern“.

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